Im Internet bestellt, noch am selben Tag geliefert: Google weitet seinen Lieferdienst in den USA aus. In München ist unterdessen das Start-up Shopwings gestartet, das online bestellte Supermarkt-Produkte an die Haustür liefert.

Google macht Ernst bei seinem Lieferdienst für Einkäufe. Der Service Google Express, bei dem inzwischen in den Vereinigten Staaten rund 35 Einzelhändler mitmachen, wurde am Dienstag auf Chicago, Boston und die Hauptstadt Washington ausgeweitet. Außerdem hat der Google-Dienst jetzt auch ein Abo-Modell: Statt 5 Dollar pro Lieferung kann man auch 10 Dollar im Monat oder 95 Dollar im Jahr bezahlen.

Google hat damit unter anderem den Onlinehändler Amazon im Visier, der in seinem "Prime"-Service ein Jahr mit kostenloser Lieferung für 99 Dollar (78 Euro) anbietet. Außerdem bieten bereits Startups wie Instacart an, für eine Gebühr einkaufen zu gehen. In Deutschland setzt seit dieser Woche die Firma Shopwings aus der Startup-Fabrik Rocket Internet das Geschäftsmodell zunächst in München um.

Shopwings liefert Lebensmittel nach Hause

Bei Shopwings können Internetkunden aus 6.000 Supermarktprodukten wählen und sich diese binnen zwei Stunden nach Hause liefern lassen. Das Start-up schickt, sobald der Kunde online bezahlt hat, einen Boten in den Supermarkt, der die gewünschten Produkte einkauft und die Einkaufstüten bis zur Haustür des Bestellers bringt.

Die Lieferung kostet 4,90 Euro, allerdings sind auch einige Produkte etwas teurer, als wenn der Kunde selbst in einem Supermarkt einkaufen würde. Shopwings gibt an, bei Supermärkten wie Edeka, Alnatura und Lidl einzukaufen.