Die Bundesregierung und die deutsche Elektronikbranche haben sich am Dienstag dieser Woche auf eine praxisnahe Lösung für die Anwerbung ausländischer IT-Fachkräfte geeinigt: Ab 1. August sollen die ersten Green Cards vergeben werden.

Die Bundesregierung und die deutsche Elektronikbranche haben sich am Dienstag dieser Woche auf eine praxisnahe Lösung für die Anwerbung ausländischer IT-Fachkräfte geeinigt: Ab 1. August sollen die ersten Green Cards vergeben werden.

Danach erhalten IT-Fachleute aus Ländern außerhalb der EU eine Arbeitserlaubnis für Deutschland, wenn sie ein Jahreseinkommen von mindestens 100.000 DM oder ein Hochschulabschluss nachweisen können. Die Arbeitserlaubnis wird auf fünf Jahre befristet. Innerhalb dieses Zeitraums wird es möglich sein, den Arbeitgeber zu wechseln oder sich selbständig zu machen.

Die Bearbeitung eines Antrages soll nach Aussage von Hans Martin Bury, Staatsminister im Bundeskanzleramt, nur sechs Wochen dauern. In den USA seien sechs Monate für die Genehmigung einer Green Card üblich. Die Branche spricht von einem Fachkräftebedarf von 150.000 Experten. Vorerst sollen 10.000 ausländische Fachkräfte nach Deutschland kommen, bei Bedarf auch 20.000. Familienmitglieder dürfen ebenfalls nach Deutschland ziehen. Die Verabschiedung im Bundesrat sei für den 14. Juni vorgesehen.