Die Grippewellen haben in der kalten Jahreszeit die Apothekenkassen kräftig klingeln lassen. Doch auch Drogerie- und Supermärkte verkauften mehr Arzneien im ersten Quartal 2009.

Ohne Berücksichtigung der Privatrezepte konnten im ersten Quartal Apotheken und andere Händler steigende Umsätze feststellen, wie das Marktforschungsunternehmen Nielsen in Frankfurt berichtete. Danach wuchs der Gesamtmarkt für Pharmazeutika und Gesundheitsvorsorge in den ersten drei Monaten des Jahres um 2,5 Prozent auf 9,54 Milliarden Euro. Wachstumstreiber seien vor allem die rezeptpflichtigen Arzneimittel gewesen.

Bei den nicht verschreibungspflichtigen Mitteln waren Präparate gegen Grippe, Husten und Erkältung in der kalten Jahreszeit die Renner. Dabei machen Lebensmittelhandel, Drogeriemärkte und Internetanbieter den traditionellen Apotheken das Leben zunehmend schwer.
 
Über das Internet wurden im vergangenen Jahr laut Nielsen rund 48 Millionen Packungen rezeptfreier Produkte geordert, was rund fünf Prozent des Apothekenabsatzes entspreche. Umsatzmäßig seien die Internetanbieter mit 521 Millionen Euro bei einem Marktanteil von 7,3 Prozent angelangt.