Der deutsche Einzelhandel hat 2011 nach vorläufigen Berechnungen des Statistischen Bundesamts den größten Umsatzsprung nach der Wiedervereinigung erzielt.

Im vergangenen Jahr setzten die deutschen Händler nominal zwischen 2,7 Prozent und 2,9 Prozent mehr um als 2010. Das war der höchste Wert seit Beginn der gesamtdeutschen Berechnungen 1994, wie das statistische Bundesamt am Donnerstag in Wiesbaden berichtete.

Da die Verbraucherpreise gleichzeitig deutlich anzogen, dürfte der Umsatz real jedoch "nur" zwischen 1,1 Prozent und 1,3 Prozent über dem Vorjahreswert liegen.

Ein Wermutstropfen für den Einzelhandel dürfte der schwache Einstieg ins Weihnachtsgeschäft sein: Im Monatsvergleich sanken die Umsätze nach den ersten Berechnungen preisbereinigt um 0,9 Prozent, nominal um 0,7 Prozent - trotz Endspurt.

Eine Umfrage des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK) hatte bereits gezeigt, dass 2011 "das beste Konsumjahr seit mehr als zehn Jahren" gewesen ist.