Pinterest ist aus Marketingsicht im Vergleich zu Instagram die hübschere Lösung. Sind doch die Bilder mit einem Link versehen, der auch in einen Shop führen kann. Bei Instagram geht das nur über Anzeigen. Teilen kann man in der App auch nicht. Für einen "Regram" braucht es eine extra App. Dennoch ist Instagram für viele Marken und Händler relevanter. Weil hier die Fans sind, weil hier per „Visual Storytelling“ das Image poliert werden kann. Über einen Umweg klappt das auch mit dem Verkaufen. Und manchmal verbinden sich dabei "reale" Welt und das Instagram-Universum.  

ShoeDazzle hat sich unter dem Hashtag #SummerSandalSteal einer ziemlich simplen, aber gleichwohl wirkmächtigen Mechanik bedient, um Nutzer bei Instagram zu aktivieren.  Schmucke Fotos und die Aufforderung, der Marke bei Instagram zu folgen und das Bild mit dem entsprechenden Hashtag weiter zu teilen. Das galt dann als Ticket für eine Gewinnspiel-verlosung.  Ein guter Weg, um die eigene Followerschaft zu aktivieren, zu multiplizieren und die Marke sichtbarer zu machen. Merke: Gewinnspiel geht immer.



Mytheresa.com nutzt neuerdings Instagram als Shoppingkanal via Instashop. Produkte, die mit dem Hashtag #buytheresa versehen sind, können Instagram-Nutzer dann unter instashop-mytheresa.com direkt über das Produktbild kaufen. Instagram-User  müssen also nicht mehr ihren Feed verlassen. Eingespeist werden die shoppingfähigen Bilder von @mytheresaprgirl dabei über den Shop.

Natürlich geht es bei Instgram um Hashtags, Storytelling, gute Bilder. Eine Basisleistung wird in vielen Tipps zu Instagram aber gerne übersehen. Die Beschreibung knallt man nämlich nicht mit Hashtags und Werbesätzen zu, sondern mit munteren und ansprechenden Beschreibungen. Das darf auch gerne mal etwas mehr Text zum Bild sein. Star-Koch Jamie Oliver beherrscht das perfekt.



Vielleicht die auffälligste Instagram-Aktion der vergangenen Monate, ganz sicher aber die größte Aktion kommt vom US-Mode-Fachhändler Nordstrom. Im Juli breitete Nordstrom ein gigantisches Instagram-Posting (1300 Quadratmeter) auf dem Dach des Flagshipstores in Seattle aus, fotografierte es per Drohne ab und stellte es wieder ins Netz. Weiterer Clou: Abfotografiert wurde dabei ein „echtes“ Kleidungsstück. Das Material wurde später gespendet. Der PR-Effekt: Gewaltig. US-Medien überschlugen sich vor Begeisterung. Zudem nutzt Nordstrom die Plattform Like2Buy des Marketing-Dienstleister Curalate, damit Kunden die im Instagram-Auftritt präsentierten Artikel per Mausklick bestellen können. Ein Klick auf das Profil führt in einer Galerie mit shoppingfähigen Instagram-Bildern und dann in den Webshop.



Spielerische Art der Datensammlung von Target. Man biete College-Kids in den USA an, ihnen auf der Plattform „madeforu“ ganz persönliche Einrichtungstipps auf Basis ihres Instagram-Account und ihres Facebook-Account zu geben, stelle dann noch ein paar munter animierte Fragen zu persönlichen Vorlieben – und schwupps ist die Bude fertig zum Shoppen und Teilen in den Netzwerken.