Die Großmarktpreise sind so stark gefallen wie lange nicht mehr. Das dürfte sich positiv auf die Konsumlaune auswirken. 

Erstmals seit fünfeinhalb Jahren gaben im November im deutschen Großhandel die Preise nach und gingen gegenüber dem Vorjahr um 0,8 Prozent zurück, wie das Statistische Bundesamt am Mittwoch in Wiesbaden mitteilte. Im Vergleich zu einem Vormonat war es sogar der stärkste Preisabschwung seit Beginn der Berechnung im Jahr 1968.

Seit Monaten entspannt sich vor allem wegen der sinkenden Ölpreise die Preislage: Im November betrug die jährliche Teuerungsrate nur noch 1,4 Prozent. Nach Kriterien der Europäischen Zentralbank (EZB) besteht bei einer Inflationsrate knapp unter zwei Prozent Preisstabilität.

Auch Lebensmittel werden billiger

Im Großhandel waren zuletzt im Mai 2003 die Preise gesunken. Im Oktober waren die Großhandelspreise noch um 3,6 Prozent und im September um 5,8 Prozent gestiegen. Im November sanken die Preise im Vergleich zum Vormonat Oktober um 3,3 Prozent.

Vor allem der Rückgang der Preise für Benzin und Heizöl (minus 9,3 Prozent) sowie für Eisen, Stahl und Metalle (minus 5,9 Prozent) lösten diesen Preisrutsch aus. Auch der seit Monaten starke Preisauftrieb bei Lebensmitteln wie Milch, Käse und Eiern schwächte sich ab.