Die WAZ-Mediengruppe plant nach dem Vorbild der „Volksprodukte” der Bild-Zeitung den Aufbau einer eigenen Vermarktungslinie.

Deutschlands größter Regionalzeitungsverlag (Westdeutsche Allgemeine Zeitung) hat sich beim Deutschen Patent- und Markenamt die Marke „Produkt des Westens” sichern lassen. Dies berichtet der Branchendienst „Kontakter”.

Als Vorbild für die Vermarktungspläne dürfte die Bild-Gruppe des Springer Verlages dienen. Der hatte rund 60 Produkte unters Volk gebracht, darunter einen Volks-PC, eine Volks-Zahnbürste und eine Volks-Bibel.

Der ehemalige Bild-Geschäftsführer Christian Nienhaus ist inzwischen neben Bodo Hombach WAZ-Geschäftsführer.

Ein Unternehmenssprecher bestätigte entsprechende Überlegungen, wollte aber keine Details nennen. Der WAZ-Gruppe gehören 34 Tageszeitungen mit einer täglichen Auflage von über 2,5 Millionen Exemplaren.

Darüber hinaus betreibt der Verlag das Onlineportal „Der Westen”, auf dem die Internetauftritte von rund 90 Lokalredaktionen vereint sind.