Die Gläubiger der finanziell angeschlagenen Textilkette SinnLeffers haben den Sanierungskurs bestätigt und sich für den Unternehmenserhalt ausgesprochen.

Die Gläubigerversammlung habe am Freitag der vom Amtsgericht Hagen angeordneten Eigenverwaltung zugestimmt, berichtete das Unternehmen in Hagen. Das Sanierungskonzept sieht vor allem die Schließung von 22 der derzeit noch 47 Filialen bis Ende Februar vor. Die Zahl der Mitarbeiter wird dabei von derzeit 3.700 auf 2.500 reduziert.

In den verbleibenden 25 Filialen solle der Geschäftsbetrieb „in vollem Umfang fortgeführt werden", hieß es. Die Gläubiger seien vor allem von einer guten Geschäftsentwicklung überzeugt worden. So lägen die Umsätze von August bis Dezember 5,2 Prozent über den Planungen.

Besser als erwartet

Auch der Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen habe sich besser als erwartet entwickelt. Die Gläubiger werden im März über einen mit dem Gericht abgestimmten Insolvenzplan entscheiden.

SinnLeffers war unter anderem wegen der schwierigen konjunkturellen Lage im Textileinzelhandel ins Trudeln geraten. Das Amtsgericht Hagen hatte im November 2008 ein Insolvenzverfahren eröffnet und dabei eine sogenannte Eigenverwaltung angeordnet - was das bedeutet lesen Sie hier. Der sogenannte Sachwalter der Gläubiger ist der Rechtsanwalt Horst Piepenburg.

SinnLeffers war 2005 von der Deutschen Industrie-Holding (DIH) in Frankfurt sowie HMD Partners (USA) übernommen worden. Im Mai 2008 hatte die DIH ihren Anteil auf 100 Prozent aufgestockt.