Das Bundeskartellamt hat die Übernahme der insolventen Warenhauskette Karstadt durch den Investor Berggruen nun offiziell genehmigt.

Es bestünden keine wettbewerbsrechtlichen Bedenken, sagte ein Sprecher des Bundeskartellamtes am Mittwoch in Bonn.

Damit sei eine weitere Bedingung erfüllt, damit der mit Berggruen geschlossene Kaufvertrag rechtskräftig werden könne, betonte ein Sprecher des Insolvenzverwalters Klaus Hubert Görg.

Eine mögliche Beteiligung des Designers und Berggruen-Partners Max Azria sei allerdings nicht geprüft worden, so das Bundeskartellamt. Dies müsse gegebenenfalls nachgemeldet werden. Azria hatte angekündigt, 20 Prozent an Karstadt übernehmen zu wollen.

Einigung über Mieten noch offen

Weiter offen ist dagegen noch eine Einigung über die Filialmieten zwischen Berggruen und dem Vermieterkonsortium Highstreet, ohne die der Vertrag nicht rechtskräftig werden kann.

Am Freitag vergangener Woche hatte Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen (CDU) gesagt, der Streit über Mietfragen sei nahezu geklärt. Noch sind jedoch nicht alle Probleme gelöst. 

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