Die Delegiertenversammlung des HDE hat heute die Namensänderung des Handelsverbandes beschlossen. Der Verband will nun Sprachrohr aller Händler sein.

Aus dem Hauptverband des Deutschen Einzelhandels wird der "Handelsverband Deutschland (HDE) - Der Einzelhandel": Die Delegierten haben am Mittwoch der neuen Satzung zugestimmt.

Der HDE will auch den Mitgliedsunternehmen des Handelsverbands BAG eine Heimat geben. Dieser wird zum Jahresende seine Tätigkeit einstellen, bleibt jedoch auf Länderebene zum Teil erhalten.

HDE muss zwei Verbandskulturen vereinen

Der HDE galt manchen in der Branche bisher als Verband, der vom Lebensmittelhandel und den großen Konzernen dominiert wurde. Der BGA hingegen war insbesondere die Vertretung der mittelständischen, innerstädtischen Textilhändler.

Ursprünglich wollte beide Verbände fusionieren. Doch die Schwierigkeiten beim größten BAG-Beitragszahler Arcandor besiegelten das vorschnelle Ende des Verbandes -  auf Bundesebene. Nun muss der HDE zwei Verbandskulturen einen.

Namensstreit mit dem BGA beigelegt

"Der HDE hat in seiner 90-jährigen Geschichte die Unternehmen des Einzelhandels tatkräftig unterstützt und mit starker Stimme ihre Interessen bei der Politik durchgesetzt. Das werden wir auch in Zukunft als Handelsverband Deutschland tun", sagte HDE-Präsident Josef Sanktjohanser.

Neuer Name, neues Logo - neue Schlagkraft? (Quelle: HDE)
Neuer Name, neues Logo - neue Schlagkraft? (Quelle: HDE)
Der Zusatz „Der Einzelhandel" im Namen des Verbandes wurde nach einem Streit mit dem Bundesverband des Groß- und Außenhandels (BGA) hinzugefügt. Hintergrund waren Bedenken seitens des BGA, wonach der neue Name einen Alleinstellungsanspruch für den Handel insgesamt signalisieren könnte.

Der BGA hatte sogar mit rechtlichen Schritten gedroht. Der HDE wählte dann die pragmatische Lösung.

mar, DH