Der schwedische Modefilialist freut sich über gute Bilanzzahlen und will weiter expandieren. Ende Februar können auch die Deutschen Heimtextilien von H&M kaufen.

Der schwedische Textilfilialist Hennes&Mauritz (H&M) konnte der Krise trotzen: Wie das Unternehmen am Donnerstag in Stockholm mitteilte, stieg der Nettogewinn im vergangenen Geschäftsjahr (30. November) gegenüber dem Vorjahr um 13 Prozent auf rund 15,3 Milliarden Schwedische Kronen (SEK), das entspricht rund 1,4 Milliarden Euro.

Der Gesamtumsatz von H&M stieg um 13 Prozent auf 104 Milliarden Kronen (etwa 10 Milliarden Euro). Auch im vierten Quartal konnte die Textilkette beim Umsatz im Vergleich zum Vorjahreszeitraum zulegen: Er betrug 26,3 Milliarden Kronen (rund 2,5 Milliarden Euro) - ein Plus von 15 Prozent.

In Deutschland freuten sich die Schweden mal wieder über ein zweistelliges Umsatzplus: Auf dem größten Markt der Modefilialisten konnten sie um 15 Prozent auf 25,5 Milliarden Kronen (2,4 Milliarden Euro) zulegen. Im vorherigen Geschäftsjahr betrug das Wachstum 11 Prozent.

Aussichten in Deutschland gut, in Asien verheißungsvoll

"Der Distanzhandel hat sich im Laufe des Jahre gut entwickelt", meldet das Unternehmen. "In Deutschland und Österreich haben wir den Internethandel mit einem Katalog komplettiert, der sehr gut angenommen wird."

Auch in Asien läuft alles bestens: "Die Verkaufszahlen in den ersten beiden H&M-Boutiquen in Tokio haben die hohen Erwartungen der Konzernleitung weit übertroffen und waren H&Ms erfolgreichste Eröffnungen überhaupt“, heißt es in der Pressemitteilung. Bei so viel Erfolg zieht es die Schweden nun auch nach China: H&M will noch in diesem Frühjahr die erste Filiale in Peking eröffnen.

Grundsätzlich sieht die Konzernführung optimistisch in die Zukunft und macht noch weiteres Expansionspotenzial aus. Im laufenden Geschäftsjahr will H&M insgesamt 225 neue Filialen eröffnen und zwischen 6.000 und 7.000 zusätzliche Stellen schaffen: "Die meisten Filialeröffnungen sind in den USA, Frankreich, Italien, Spanien, Großbritannien und Deutschland geplant."

Heimtextilien im Internet

 
Außerdem baut H&M sein Heimtextil-Sortiment aus: "Ende Februar 2009 fängt der Verkauf von H&M Home im Internet an, zunächst in Skandinavien, den Niederlanden, Deutschland und Österreich", heißt es in dem Finanzbericht. Denn: "Die Vorstellung unseres Heimtextilsortiments in Berlin Ende  2008 wurde von den Medien sehr positiv aufgenommen."
 
Bis Ende November hat H&M hierzulande 25 Läden neu eröffnet und fünf geschlossen, so dass die Zahl der Filialen zum Ende des Geschäftsjahres bei 339 lag. Weltweit hatten die Schweden zu diesem Zeitpunkt 1.738 Läden, 234 davon wurden neu eröffnet.

Nicht nur die Geschäftszahlen stimmen - auch bei heiklen Themen wie Ökologie und Nachhaltigkeit bekam das Unternehmen dieser Tage gute Noten. In einer norwegischen Studie wurde H&M unter anderem für dessen Tierschutzprogramm gelobt.