Der Wohnaccessoires-Anbieter Habitat steht nach einem Zeitungsbericht vor dem Verkauf. Im Heimatmarkt wird die Marke, die einst zu Ikea gehörte, wohl nur als Onlineshop überleben.

Während die Wohnaccessoires-Branche in Deutschland boomt und mit expansiven Konzepten wie Butlers und Depot auf sich aufmerksam macht, kämpft die Einrichtungsbranche in Großbritannien immer noch mit den Folgen der Finanzkrise.

Nach einen Bericht der Financial Times Deutschland musste die Einrichtungskette Habitat in ihrem britischen Heimatmarkt daher Insolvenz anmelden. Die 37 Habitat Filialen in Deutschland, Frankreich und Spanien sollen darüber hinaus zum Verkauf stehen.

Verkaufsverhandlungen weit fortgeschritten

Die Verhandlungen mit einer "großen börsengelisteten Adresse" befänden sich in einem fortgeschrittenen Stadium wird der Habitat-Eigentümer Hilco in der FTD zitiert. Die Sanierungsexperten hatten das Unternehmen einst von Ikea-Gründer Ingvar Kamprad für symbolische 3 Euro übernommen.

Kamprad wollte die Kette zu einer hochwertigen, designorientierten Schwester der blau-gelben Möbelhäuser aufbauen, was jedoch nicht gelang. In Großbritannien wird die Marke nun voraussichtlich nur noch virtuell, als Onlinevertrieb fortbestehen. Die Lage für die rund 30 Geschäfte auf der Insel sei "aussichtslos", so das Blatt.

Auf dem Kontinent operiere Habitat dagegen mit Gewinn, so auch in den vier Deutschen Filialen in Düsseldorf, Hamburg, Stuttgart, und Köln. Für die drei Standorte der Kette in London hat sich mit der Home Retail Group bereits ein Interessent gefunden. Laut FTD wird der Billiganbieter die Häuser und die Markenrecht für 25 Millionen Pfund übernehmen.