Werbeaktionen sind für den Handel und die Hersteller sehr wichtig. Jedoch haben beide Seiten unterschiedliche Erwartungen an Displays, wie in eine Studie des EHI herausfand.

Werbe-Maßnahmen am Point-of-Sale sind für Handel und Konsumgüterindustrie von großer Bedeutung. Aber zu Art und Durchführung haben Händler und Hersteller sehr unterschiedliche Auffassungen. "Ein besserer Informationsaustausch zwischen Industrie und Handel ist daher zu empfehlen", resümiert Hilka Bergmann, Autorin der Studie "Promotion-Strategien im Handel" vom EHI Retail Institute.

Für die Studie wurden 60 Promotion- und Displayexperten befragt, 28 aus dem Handel und 32 aus der Konsumgüterindustrie. Demnach stehen 56 Prozent der Hersteller Werbedisplays positiv gegenüber. Für 72 Prozent von ihnen ist der Einsatz jedoch stark von den jeweiligen Rahmenbedingungen abhängig.

Um überhaupt eine Promotion durchzuführen, ist für die Händler entscheidend, dass Artikel, Anlass und Konzept stimmig sind. Passend sind zum Beispiel saisonale oder thematische Anlässe wie Ostern, Weihnachten, das Thema "Grillen" oder die Fußball-Weltmeisterschaft. Auch sollten Konstruktion, Gestaltung und Material ansprechend sein und sich in das gesamte Ladenkonzept gut integrieren lassen.

Stabile Displays gefordert

Den Händlern ist wichtig, dass das Produkt für den Kunden zu sehen ist und nicht von den Materialien des Displays verdeckt wird. Ein weiterer Knackpunkt ist für sie die abverkaufsgerechte Bestückung des Displays. Zudem erwarten die Händler, dass Displays stabil gebaut sind und am Verkaufsort unkompliziert installiert werden können.

Diese Anforderungen werden allerdings häufig unzureichend erfüllt. Sämtliche befragten Händler wünschen sich Verbesserungen bei Konstruktion und Handhabung. Ebenso würden sie bei der Gestaltung der Displays bessere Ideen begrüßen. Auch wäre es gut, wenn die Industrie den Handel bei der Konzeption der Displays mit einbeziehen würde.

Die komplette Studie ist ab August beim EHI erhältlich.