Unternehmen müssen gewährleisten, dass das firmeneigene Informationssystem läuft. Nicht nur, um Kunden zufrieden zu stellen, sondern auch, weil Geschäftsführung oder IT-Verantwortliche haftbar gemacht werden können.

Unternehmen müssen gewährleisten, dass das firmeneigene Informationssystem läuft. Nicht nur, um Kunden zufrieden zu stellen, sondern auch, weil Geschäftsführung oder IT-Verantwortliche haftbar gemacht werden können.

Der Ausfall der IT-Systeme hat dabei nicht nur Konsequenzen für den eigenen Betrieb: Unter bestimmten Umständen kann ein Unternehmen sogar für die Schäden haftbar gemacht werden, die bei anderen entstehen. Manfred Ruttmar, Principal Consultant bei Siemens Business Services nennt ein Beispiel: „Nehmen wir an, die Tochter einer Großbank hat zur Abwicklung ihrer Geschäfte eine eigene Rechneranlage und diese wird durch ein Feuer im Gebäude zerstört. Das Unternehmen verfügt nicht über eine Ausweichanlage oder über einen Vertrag mit einem Dienstleister, der einen solchen Ernstfall regelt.“ Die Folge: Die Datenverarbeitung ist für mehrere Wochen lahmgelegt. „Hier hätte die Geschäftsleitung bzw. der zuständige EDV-Leiter rechtzeitig vorsorgen müssen.“ In Anbetracht der entstehenden Schäden sei ein solches Verhalten als grob fahrlässig zu bezeichnen.

Der Geschäftsführer gerät mit den gesetzlichen Bestimmungen in Konflikt. Bei Banken ist nämlich ein Minimum an Betriebsbereitschaft gesetzlich gefordert. Dies ist in den Mindestanforderungen für das Betreiben von Handelsgesellschaften (MaH) festgelegt. Falls die für Handelsgesellschaften erforderlichen Systeme ausfallen, verlangen die MaH eine Notfallplanung und kurzfristig einsetzbare Ersatzlösungen. Das Gesetz zur Kontrolle und Transparenz im Unternehmensbereich (KontraG) verlangt von der Geschäftsleitung überdies, dass ein angemessenes Risiko-Management existiert.

Den Unternehmen bleibt also nichts anderes übrig, als sich für den Fall eines Ausfalls ihrer Systeme durch entsprechende Lösungen abzusichern. Auch die IT-Verantwortlichen sollten auf dieses Problem aufmerksam und sich für die schnelle Wiederaufnahme der Datenverarbeitung stark machen, da sie im Ernstfall ebenfalls zur Rechenschaft gezogen werden können. (AP)


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SBS ist Anbieter für Electronic und Mobile-Business. Angeboten werden Dienstleistungen aus einer Hand – von der Beratung über die Systemintegration bis hin zur Übernahme von kompletten Geschäftsprozessen der Kunden sowie dem Management von IT-Infrastrukturen. Das Unternehmen beschäftigt weltweit ca. 33.500 Mitarbeiter.


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Siemens Business Services
Claudia Braun
Tel. 089-66821355
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