Erst kündigten die Verbundgruppen E/D/E und EK/servicegroup das Ende der Zusammenarbeit mit Hagebau in der Systemzentrale Zeus an. Nur 24 Stunden später stellt die Baumarktkooperation eigene Pläne vor.

Nur einen Tag nach dem Verlust zweier Partner präsentiert die Handelsgesellschaft Hagebau eine neue Strategie: Die Baumarktkooperaton wird die Zentrale für Einkauf und Service (Zeus) komplett übernehmen und alleine führen.

"Das ursprüngliche Ziel der Zeus, im gleichen Verhältnis mit vergleichbaren Investitionen gemeinsamen zu wachsen, konnte nicht von allen drei Gesellschaftern umgesetzt werden. Das hat sich in letzter Zeit verdeutlicht", teilte heute Heribert Gondert mit, der Sprecher der Hagebau-Geschäftsführung.

Gestern hatten E/D/E und EK/servicegroup bekanntgegeben, zum 31. Dezember 2012 die Zusammenarbeit mit Hagebau zu beenden. Als Grund nannte das E/D/E  unterschiedliche Auffassungen über die zukünftige Entwicklung der Zeus, die von den drei Partnern bisher gemeinsam betrieben worden war.

"Die Zeus wird durch die Kündigung nicht aufgelöst oder zerteilt", betonte Gondert. Vielmehr werde die Hagebau die erfolgreiche Einkaufszentrale weiter ausbauen, um den Einzelhandel innerhalb der Kooperation voranzutreiben.

Gondert sagte aber auch, dass die Hagebau offen sei für "weitere Partnerschaften und Handelspartner". Nach dem Ende des Dreierpartnerschaft würden trotzdem alle Lieferantenverträge eingehalten, betonte der Hagebau-Chef.