Im Rahmen des Media City Days informierte die Initiative Hamburg newmedia@work über den Medienstandort Hamburg.

Während Deutschland und Europa auf Berlin schauen, feiert die Hamburger Medien-Szene sich selbst und ihren Erfolg. Neben den traditionellen Verlagen, Werbeagenturen und Fernsehstudios beeindruckt auch die Zahl der sogenannten New Media Unternehmen.

Am gestrigen Media City Day präsentierten sich deshalb auch Unternehmen aller Medienbereiche den Journalisten und Gastgeber Uwe Jens Neumann, Vorstandsvorsitzender des Förderkreises Multimedia. Den Tag eröffnete Wilfried Beeck, Vorstand und Gründer der Intershop AG als Vertreter der New Economy. Obwohl man durch die dotcom-Krise auch bei Intershop Federn lassen musste, konnte eine negative Entwicklung gebremst und in eine erfolgversprechende Richtung gelenkt werden. Die Intershop AG kann eine Steigerung des Lizenzumsatzes von 37% und eine Reduzierung der operativen Kosten um 20% für sich verbuchen. Da die Investitionen für eine E-Business-Lösung von Intershop im siebenstelligen Bereich liegen, scheuen vor allem mittelständische Betriebe den Einsatz der Intershop-Plattform. Zu den Kunden gehören dann auch eher Global Player wie Otto, Lufthansa, Deutsche Post oder Deutsche Telekom.

Gerd Gebhardt von Warner Music Deutschland stellte die Musikbranche als weiteren Eckpfeiler des Medienstandortes Hamburg vor. Aber auch in diesem Business ziehen dunkle Wolken auf. Beängstigend für die gesamte Musikindustrie ist die wachsende Beliebtheit von illegalen MP3-Downloads und Raubkopien auf selbstgebrannten CDs. Über die Hälfte aller gekauften CD-Roms werden mit Musik bespielt. Jährlich entsteht der Branche so ein Verlust von 1,7 Milliarden DM. Diese Entwicklung will man stoppen, indem zukünftig Titel legal aber auch kostenpflichtig auf der hauseigenen Website zum Download angeboten werden. Desweiteren arbeiten Techniker fieberhaft an der Entwicklung effizienter Kopierschutzmethoden für CDs.

Zwei weitere Standbeine der Medienlandschaft in Hamburg bilden die Werbeindustrie und die Filmwirtschaft. Sie wurden beim Media City Day von den Brüdern André und Wulf-Peter Kemper (Geschäftsführer bei Springer & Jacoby) sowie Cassian von Salomon (Chefredakteur von Spiegel TV) vertreten. Einhellig war man der Meinung, dass die Vielzahl der in Hamburg ansässigen Medien-Unternehmen mit ihren kreativen und innovativen Köpfen eine Atmosphäre schaffe, die auch in Zukunft anregend und erfolgreich sein werde. Der momentane Run auf die Hauptstadt sieht man in Hamburg noch relativ gelassen. Die geplante Errichtung der Hafencity im Hamburger Freihafen auf einer Fläche von 155 Hektar und mit einem Investitionsvolumen von etwa einer Milliarde Mark wird den Standort Hamburg auch auf lange Sicht attraktiv machen.(JR)


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