Gegenwärtig ploppen im etailment-Postfach einige Studien auf, die eher etwas blumig das hohe Lied des Einzelhandels singen und feststellen, dass Kunden mehrheitlich lieber im klassischen Handel einkaufen. Irre Feststellung. Das tun Kunden gegenwärtig - siehe Marktanteile - tasächlich.
Es gab auch eine Zeit, da sind Menschen lieber Postkutsche gefahren, als in stinkende Autos zu steigen.

Weil alle weiteren Zahlen von ähnlicher Güte sind, ersparen wir uns und ihnen eine Veröffentlichung solcher Ergebnisse.

Statt Poesiealbum-Umfragen und Glanzbildchen-Zahlen von Durchhalte-Studien zeigen wir hier lieber ein paar Weltuntergangszahlen einer neuen globalen E-Commerce Studie von Razorfish. Die schaut in einen tiefen Graben der Generationen. Es ist ein Abgrund.
Es sind Zahlen, die manch eine Anstrengungen im Multichannel eher wie Palliativmedizin aussehen lassen, denn wie eine Antwort auf die Einkaufswelt der Zukunft.

76% der Befragten in den USA, 72% aus Großbritannien, 73% aus Brasilien und 82% aus China sagen, dass sie es mehr freut, wenn online erworbene Produkte per Post ankommen, als wenn sie Dinge in einem Geschäft gekauft haben.

56% der US-Millenials  (Generation Y) bezeichnen ihr Smartphone als ihr wichtigstes In-Store Shopping-Tool. Im Vergleich dazu finden das nur 28% der Generation X in den USA.

Während 51% der US-Teilnehmer und 49% aus Großbritannien angeben, sie würden gerne all ihre Einkäufe online tätigen, werden diese Zahlen von Brasilien (74%) und China (82%) deutlich übertroffen.



Im Rahmen ihrer Studie ‚Digtal Dopamine‘ befragte die internationale Digitalagentur Razorfish rund 1.680 Internetnutzer in USA, Großbritannien, China und Brasilien.