Die Zahl der gefälschten Banknoten hat sich im Euro-Raum erhöht, das Gesamtaufkommen bleibt jedoch gering. In Deutschland fällt nach wie vor wenig Falschgeld an.

Im zweiten Halbjahr 2008 wurden insgesamt 354.000 gefälschte Euro-Banknoten aus dem Zahlungsverkehr gezogen, meldeten die Europäische Zentralbank und die Deutsche Bundesbank. Dies bedeutet einen Anstieg im gesamten Euro-Raum um rund 13 Prozent gegenüber den vorhergehenden sechs Monaten. Da sich die Anzahl der echten Euro-Banknoten jedoch ebenfalls erhöht, bleibt das Falschgeldaufkommen gering.

Im zweiten Halbjahr 2008 löste die 20-Euro-Note den 50-Euro-Schein als die am häufigsten gefälschte Banknote ab. Insgesamt entfielen auf die drei mittleren Stückelungen (20, 50 und 100 Euro) etwa 94 Prozent aller Fälschungen.

Händler bleiben wachsam

"In Deutschland fällt nach wie vor wenig Falschgeld an", stellt Ulrich Binnebößel fest, Bargeldexperte im Handelsverband HDE. "Bei einer bundesweiten Schadenshöhe von 3,5 Millionen Euro im Jahr 2008 ist der Schaden an jeder einzelnen der über eine Million Kassen im Handel kaum messbar."

"Dass sich der Falschgeldanfall in Deutschland auf einem derart niedrigen Niveau im Vergleich zu Gesamteuropa eingependelt hat, ist nicht zuletzt auch dem Einzelhandel zu verdanken, der stets wachsam ist", sagte der Verbandsexperte.

Die Handelsunternehmen investieren kontinuierlich in die Erkennung von Falschgeld, betonte Binnebößel: "Die Branche ist gut gerüstet."