Der Handel im Internet nimmt rasant zu, meldet die Nachrichtenagentur AP. Nach einer Studie erreichten die Online-Umsätze in Nordamerika im letzten Jahr mehr als 33 Mrd. US-Dollar (etwa 66 Mrd. Mark), wie die Boston Consulting Group in München mitteilte.

Der Handel im Internet nimmt rasant zu, meldet die Nachrichtenagentur AP. Nach einer Studie erreichten die Online-Umsätze in Nordamerika im letzten Jahr mehr als 33 Mrd. US-Dollar (etwa 66 Mrd. Mark), wie die Boston Consulting Group in München mitteilte. Damit sei der Online-Handel im Vergleich zu 1999 um 120% gewachsen. Auch in diesem Jahr sei mit nahezu einer Verdoppelung des Umsatzes zu rechnen. Mittlerweile würden im Internet rund 1,4% der Erlöse des gesamten Einzelhandels erzielt.

Geschäftskunden gaben nach der Erhebung von 412 Online-Handelsunternehmen rund 26 Mrd. Mark für Waren aus, die sie über die Webseiten der Handelsunternehmen bestellt hatten. In der Untersuchung seien auch neuartige Handelsformen wie zum Beispiel Online-Auktionen berücksichtigt. Auf diese Weise seien immerhin mehr als 13 Mrd. Mark umgesetzt worden.

Neben dem Boom an Internet-Anschlüssen beruhe dieses Wachstum auch auf dem verstärkten Online-Engagement konventioneller Handelsunternehmen. Mit 70% Marktanteil sei der Handel von Reisen, Computerhard- und software, Finanzangeboten und Sammlerstücken am dominierendsten gewesen.

Mit einem Wachstum von 2.300% habe der Online-Handel mit Autos besonders stark zugelegt. Immer mehr Händler würden mittlerweile Fahrzeuge online zum Verkauf anbieten. Auch der Markt mit Spielwaren Kosmetikartikeln sei überproportional gewachsen.

Laut Boston Consulting werden in diesem Jahr in den Bereichen Computer, Bücher, Musik und Video rund 10% des Handels im Internet erfolgen. Dies bedeute eine reale Gefahr für den konventionellen Handel.

Teilweise blieben die Gewinn- und Wachstumschancen jedoch ungenutzt. Der klassische Versandhandel sei im Vergleich zum reinen Online-Handel und dem stationären Handel deutlich leistungsstärker. Außerdem hätten die Versandhändler die geringsten Logistikkosten. Sie lägen 18% unter denen der reinen Online-Händler und 43% unter denen des stationären Handels.

Außerdem lieferten sie am schnellsten und pünktlichsten.