Nordrhein-Westfalen ist für die Tarifrunde im Handel besonders wichtig - denn dort sitzen Schwergewichte der Branche wie Metro oder Rewe. Nun wollen die NRW-Arbeitgeber ein Angebot vorlegen.

Im Tarifkonflikt des Einzelhandels haben die einflussreichen Arbeitgeber in Nordrhein-Westfalen ein Angebot für eine Erhöhung der Löhne und Gehälter angekündigt. Es soll bei der dritten NRW-Verhandlungsrunde am 3. Juli vorgelegt werden. Das kündigte der Handelsverband Nordrhein-Westfalen am Dienstag nach einer ergebnislosen zweiten Runde in Recklinghausen an.

Verdi fordert für 462.000 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte sowie 231.000 geringfügig Beschäftigte der Branche in NRW 6,5 Prozent mehr Geld. Die Gewerkschaft hatte die Arbeitgeber bereits vor der zweiten Verhandlungsrunde zur Vorlage eines Angebots aufgefordert und will nun die Warnstreiks ausweiten.

Warnstreiks sollen Druck erhöhen

Rund 4.000 Beschäftigte haben sich laut Verdi in den vergangenen Wochen bereits an Warnstreiks in NRW beteiligt. Außerdem geht es der Gewerkschaft darum, dass die Manteltarifverträge ohne Abstriche wieder in Kraft gesetzt werden.

Die Arbeitgeber fordern hingegen ein Modernisieren der Tarifverträge und wollen unter anderem flexiblere Arbeitszeitregelungen erreichen. Die Tarifverhandlungen im Einzelhandel werden regional geführt.

In Baden-Württemberg wurde am Dienstag die zweite Gesprächsrunde ergebnislos vertagt. Dabei lehnte Verdi das Angebot der Arbeitgeber ab, den Manteltarifvertrag mit einigen Änderungen wieder in Kraft zu setzen. Einzelheiten lesen Sie auf des
Verdi in Aktion: Warnstreiks sollen ausgeweitet werden. Foto: DH
Verdi in Aktion: Warnstreiks sollen ausgeweitet werden. Foto: DH