Die Einzelhändler haben im April ein ordentliches Umsatzplus erzielt. Allerdings hatte der Monat auch eine Besonderheit im Vergleich zum Vorjahr. Und abermals ist der Onlinehandel der große Treiber der Branche.

Deutschlands Einzelhändler haben in diesem April mehr Umsatz gemacht als ein Jahr zuvor. Sowohl preisbereinigt (real) als auch nominal gab es ein Plus von 2,3 Prozent. Das Statistische Bundesamt in Wiesbaden wies bei der Veröffentlichung der Zahlen an diesem Dienstag allerdings darauf hin, dass der April in diesem Jahr 26 Verkaufstage hatte, während es 2015 nur 24 waren.

Den höchsten Zuwachs gab es wieder einmal im Internet- und Versandhandel, dort legten die Erlöse im Vergleich zum Vorjahresmonat real um 7,3 Prozent und nominal um 8,4 Prozent zu.

Für die gesamte Branche gab es hingegen von März auf April 2016 einen Dämpfer: Die Erlöse sanken um 0,9 Prozent (real) beziehungsweise 0,5 Prozent (nominal). Betrachtet man die ersten vier Monate des Jahres, ist der Einzelhandel jedoch im Aufwind: Von Januar bis April setzten die Händler real 1,9 Prozent und nominal 2 Prozent mehr um als im Vorjahreszeitraum.

Die einzelnen Branchen

Der Einzelhandel mit Lebensmitteln, Getränken und Tabakwaren setzte im April  preisbereinigt 1,4 Prozent und nominal 1,8 Prozent mehr um als im Vorjahresmonat. Dabei lag der Umsatz bei den Supermärkten, SB-Warenhäusern und Verbrauchermärkten preisbereinigt um 1,4 Prozent und nominal um 1,7 Prozent höher als im Vorjahresmonat. Im Facheinzelhandel mit Lebensmitteln wurde preisbereinigt 1,6 Prozent und nominal 2,7 Prozent mehr umgesetzt als im April 2015.

Im Segment Nicht-Lebensmittel lagen die Umsätze preisbereinigt 2,8 Prozent und nominal 3,1 Prozent über den Werten des Vorjahresmonats.