Im Februar sanken die Umsätze im Handel gegenüber dem Vormonat zum fünften Mal in Folge. Der Handelsverband bleibt aber optimistisch und sagt einen Umsatzzuwachs für 2012 voraus.

Die Verbraucher in Deutschland bleiben angesichts steigender Energiepreise und der Staatsschuldenkrise beim Einkauf im Einzelhandel zurückhaltend - das zeigen neue Statistiken.

Im Vergleich zum Januar 2012 ging der Branchenumsatz kalender- und saisonbereinigt nominal um 0,2 Prozent und bereinigt um Preiserhöhungen (real) unerwartet deutlich um 1,1 Prozent zurück, wie das Statistische Bundesamt am Freitag in Wiesbaden mitteilte.

Getragen vom robusten Arbeitsmarkt liegt der Einzelhandel im Vergleich zum bereits erfolgreichen Vorjahr aber weiter im Plus.

Handelsverband sagt Plus voraus

Nominal zogen die Umsätze im Jahresvergleich um 4,0 Prozent an, real um 1,7 Prozent. Allerdings hatte der Februar 2012 mit 25 Verkaufstagen auch einen Verkaufstag mehr als der Februar 2011.

Der Handelsverband HDE erwartet für 2012 nach wie vor stabile Umsätze. „Über alle Branchen hinweg erwarten die Unternehmen für das erste Halbjahr stabile oder steigende Umsätze", verwies HDE-Hauptgeschäftsführer Stefan Genth auf eine Verbandsumfrage.

Für das Gesamtjahr hält der Handelsverband an seiner Umsatzprognose von plus 1,5 Prozent fest. 2011 hatte der deutsche Einzelhandel den größten Umsatzsprung nach der Wiedervereinigung erzielt.