Der Handelsumsatz bleibt ungeachtet der Wirtschaftskrise stabil. Im Mai gab es sogar ein leichtes Plus gegenüber dem Vormonat. Der Handelsverband HDE rechnet trotzdem mit deutlichen Einbußen.

Laut dem Statistischen Bundesamt ging im Mai zwar der Einzelhandelsumsatz im Vergleich zum Vorjahresmonat um nominal 3,2 Prozent zurück. Doch dabei müsse berücksichtigt werden, dass der Mai 2009 einen Verkaufstag weniger als der Mai 2008 hatte.

Der Rückgang binnen Jahresfrist traf nahezu alle Segmente mit Ausnahme der kosmetischen, pharmazeutischen und medizinischen Produkte, wie das Amt auf der Grundlage vorläufiger Zahlen berichtete.

Gegenüber dem April stieg jedoch der Umsatz um 0,5 Prozent. Rechnet man die geringen Preissteigerungen heraus, bleibt ein Umsatzplus von 0,4 Prozent innerhalb eines Monats.

Auch der Konsumklima-Index des Marktforschungsinstituts GfK legte im Mai trotz Krise leicht zu. Im Juni zeigte der Indikator ebenfalls nach oben.

Handelsverband ist pessimistisch

Trotz der guten Nachrichten rechnet der Hauptverband des Deutschen Einzelhandels (HDE) für das Gesamtjahr mit einem Umsatzrückgang. Der Umsatz dürfte 2009 nominal um zwei Prozent zurückgehen, teilte der Verband am Mittwoch in Berlin mit.

Damit revidierte der HDE seine Prognose nach unten. Im Februar ging der Branchenverband noch von einem Umsatzminus von bis zu einem Prozent für dieses Jahr aus.

Die Entwicklung im zweiten Halbjahr hänge sehr von der Situation auf dem Arbeitsmarkt ab. Dazu kämen im Gesamtjahr auch zwei fehlende Einkaufstage.