Der Metro-Großaktionär Haniel erwägt einen Teilverkauf seiner Beteiligung an dem Düsseldorfer Handelskonzern. Damit könnte der Familienkonzern seine Verschuldung reduzieren.

Haniel überprüfe den Wertpapierbestand "laufend und ohne Tabus", sagte Konzernchef Jürgen Kluge der Zeitschrift "Wirtschaftswoche".

Dem Magazin zufolge könnte der Duisburger Familienkonzern durch das Abschmelzen seiner Metro-Anteile die eigene Verschuldung senken wollen. In einem Aktionärspool halten Haniel und die Unternehmerfamilie Schmidt-Ruthenbeck derzeit 50,01 Prozent an Metro.

Beisheim verkauft nicht

Wie die Zeitschrift unter Berufung auf einen Metro-Manager schreibt, würden bei der heutigen Aktionärskonstellation auch 40 Prozent der Anteile reichen, um Deutschlands größtes Handelshaus zu steuern.

Metro-Gründer Otto Beisheim, der noch 9,97 Prozent der Anteile hält, will wohl Großaktionär bleiben. An einen Rückzug denke er nicht, schreibt die "Bild am Sonntag" mit Verweis auf Unternehmenskreise.

Die Tatsache, dass Beisheim unlängst ein kleineres Anteilspaket verkauft habe, liege an der guten Kursentwicklung der Metro-Aktie, hieß es.

dpa