Nach Presseberichten über ein Interesse der US-Drogeriekette CVS an Celesio, bekräftigt Mehrheitsaktionär Haniel an dem Pharmagroßhändler festhalten zu wollen.

Der Familienkonzern Haniel will Anteilseigner des Pharmagroßhändlers Celesio bleiben. Es gebe keine Verkaufsverhandlungen mit der US-Drogeriekette CVS, erklärte ein Sprecher von Haniel.

"Wir führen keine Gespräche mit CVS über einen Verkauf von Celesio-Aktien. Celsio ist ein Ankerinvestment, an der Aussage hat sich nichts geändert", sagte der Sprecher von Haniel der Nachrichtenagentur dpa. Das "Manager Magazin" berichtete zuvor unter Berufung auf Branchenkreise, CVS sei an einer Übernahme von Celesio interessiert.

Die Amerikaner sollen diesem Bericht zufolge bereit sein, den Haniel-Anteil von 50,01 Prozent zu übernehmen. Ende November 2012 hatte Haniel seine Beteiligung an Celesio von knapp 55 auf 50 Prozent zurückgefahren, um Schulden abzubauen.

Gerüchte über Einkaufskooperation

Ein Celesio-Sprecher betonte am Mittwoch, über den Verkauf der entsprechenden Anteile könne nur Haniel entscheiden. Ein CVS-Sprecher sagte, Marktgerüchte kommentiere die Drogeriekette nicht. Laut Branchenkreisen soll es zwischen CVS und Celesio Gespräche über eine mögliche Einkaufskooperation geben.

Die Celsio-Aktie war mit einem Plus von zeitweise mehr als elf Prozent am Mittwochabend der stärkste Wert im Aktienindex MDax.

Celesio ist ein internationales Handels-, Logistik- und Serviceunternehmen im Pharma- und Gesundheitsbereich, das in weltweit 16 Ländern aktiv ist und rund 39.000 Mitarbeiter beschäftigt. Der in Stuttgart beheimatete Konzern verfügt über ein Netzwerk von knapp 2.200 eigenen und rund 4.100 Partner- und Markenpartnerapotheken. Darüber hinaus gehören 65.000 Apotheken sowie Krankenhäuser zu den Großhandelskunden.

dpa, DH