Zwar finden viele Onlinehändler Marktplätze bedrohlich, verkaufen aber trotzdem dort. Außerdem sind vier von zehn Verkäufern unzufrieden mit der Qualität ihrer Daten, zeigt eine Studie.

Marktplätze sind Onlinehändlern wichtig, dienen aber vor allem als Ergänzung:
Jeder zweite Händler wird weiterhin seinen Onlineshop betreiben, zeigt eine aktuelle Händlerstudie des Softwareanbieters Omikron Data Quality. Demnach nimmt jeder dritte Händler die Marktplätze als Bedrohung wahr, auch wenn 70 Prozent der Befragten die Plattformen dennoch nutzen oder planen es zu tun.

Was die Qualität der Produktdaten angeht, sind die Händler gespalten: 38 Prozent der Händler bezeichnen ihre Produktdaten demnach als ungenügend gepflegt. Genauso viele zeigen sich aber mit der Qualität ihrer Produktdaten zufrieden. Vor allem diejenigen Händler, die auf Onlinemarktplätzen aktiv sind, legten großes Augenmerk auf ihre Produktdaten, weil deren Zustand ein entscheidendes Erfolgskriterium auf Marktplätzen sei.

Zu wenige Schlagworte

Nach dem Verbesserungsbedarf befragt gaben 35 Prozent der Händler an, ihre Produkte bisher mit zu wenigen Schlagworten, so genannten Tags, versehen zu haben. "Tags helfen dabei, Artikel leichter auffindbar zu machen und sie schneller in selbst erstellte Kategorien einzuordnen", erläutert Albert Pusch, Marketingleiter der Omikron-Technologie Fact-Finder. "Der Marketing-Manager eines Modeshops kann zum Beispiel alle Badeartikel wie Flip-Flops, Bikinis oder Sonnenbrillen regelbasiert unter dem Schlagwort 'Strand' oder 'Strandmode' zusammenfassen." Als weitere Datenprobleme nannten die Studienteilnehmer "zu wenig Attribute", "uneinheitliche Maßangaben" und "Dubletten".

Was die Händlerplanungen im Jahr 2016 angeht, steht die Personalisierung der internen Suche bei 55 Prozent der Befragten ganz oben auf der To-do-Liste. Individuelle Angebote will jeder zweite Onlinehändler auf der Startseite anbieten, personalisierte Newsletter wollen 44 Prozent umsetzen. 40 Prozent gaben an, bisher keine Datenanalysen und Vorhersage-Technologien (Predictive) einzusetzen, weil sie zunächst ihre Datenbasis verbessern müssten.

Hier können Sie die Studie kostenlos downloaden.