Die Heimtierbranche zeigt sich zufrieden: Der Markt ist weiter gewachsen. Besonders Katzenfutter wurde stark abgesetzt.

Schon 2008 wuchs der Markt für Heimtierbedarf. Und auch 2009 enttäuschten die Tierbesitzer die Branche nicht: Mit insgesamt 3,603 Milliarden  Euro lag der Gesamtumsatz 2,2 Prozent über dem Vor­jahresniveau.

Besonders der Markt für Heimtier-Fertignahrung übertraf das Vorjahresergebnis deutlich, meldet der Industrieverband Heimtierbedarf: Das Plus betrug 2,9 Prozent und der Umsatz stieg somit auf 2,694 Milliarden Euro. Das Segment "Bedarfsartikel und Zubehör" legte mit 909 Millionen Euro um 0,2 Prozent zu im Vergleich zumVorjahr.

Katzenfutter wieder stark

Wie schon 2008 wuchs der Markt für Katzenfutter auch 2009 am stärksten: Der Umsatz betrug hier 1.376 Millionen Euro - das sind 4,1 Prozent mehr als 2008. Das deutlichste Wachstum verzeichnete das Segment "Snacks und Katzenmilch" mit einem Plus von 6,5 Prozent auf 164 Millionen Euro.

Auch der Bereich "Trockenfutter" legte mit 6,1 Prozent auf 297 Millionen Euro überdurchschnittlich zu. Im Segment "Feuchtfutter" freute sich die Branche über ein Plus von drei Prozent auf 915 Millionen Euro.

Markt für Hundefutter wächst auch weiter

Aber auch der Hundefuttermarkt entwickelte sich 2009 weiter gut. Insgesamt setzte der Bereich 1.071 Millionen Euro um - das bedeutet ein Plus von 2,4 Prozent. Der große Gewinner im Hundefuttermarkt war im vergangenen Jahr das Segment "Snacks", das einen Um­satz von 308 Millionen Euro erreichte (plus 4,4 Prozent).

Es folgten "Trockenfutter" mit 410 Millionen Euro (plus 2,5 Prozent) und "Feuchtfutter" mit 353 Millionen Euro (plus 0,6 Prozent).

Kleintierfutter drittstärkstes Segment

Der Markt für kleinere Heimtiere wuchs um 0,8 Prozent auf 123 Millionen Euro und bleibt damit nach Katzen- und Hundefutter das drittstärkste Fertignahrungssegment.

Die Umsätze in den Segmenten Zierfischfutter nahmen um 2,9 Prozent auf 68Millionen Euro ab;  das Segment Ziervogelfutter ging sogar um 3,4 Prozent auf 56Millionen Euro zurück.

Bedarfsartikelmarkt stabil

Der Markt für Heimtierbedarfsartikel verzeichnete 2009 mit einem Gesamtumsatz von 909 Millionen Euro ein leichtes Plus von 0,2 Prozent gegenüber dem Vorjahr.
Hierbei legte der Markt für Bedarfsartikel für Katzen mit einen Zuwachs von 4,1 Prozent auf 179 Millionen Euro am stärksten zu. Es folgten Bedarfsartikel für Hunde (plus 2,7 Prozent auf 150 Millionen Euro), Katzenstreu (plus 1,4 Prozent auf 222 Millionen Euro) sowie Bedarfsartikel für Kleintiere (plus 1 Prozent auf 105 Millionen Euro).

Der Bedarfsartikelmarkt für die Haltung von Zierfischen hingegen schwächelte und ging um 5,0 Prozent auf 209 Millionen Euro zurück. Auch der Bedarfsartikelmarkt für Ziervögel entwickelte sich entgegen dem positiven Trend bei Hunden, Katzen und Kleintieren: 44 Millionen Euro bedeuten ein Minus von 4,3 Prozent für dieses Segment.

Vertriebswege unverändert

Die unterschiedliche Bedeutung der Vertriebswege für Heimtierfutter und Bedarfsartikel hat sich auch 2009 nicht grundsätzlich verändert. Mit einem Umsatz von 749 Millionen Euro und einem Umsatzanteil von 82 Prozent bleibt der Fachhandel der wichtigste Absatzweg für Bedarfsartikel.

Der Lebensmitteleinzelhandel (einschließlich Drogeriemärkten und Discountern) bleibt der Hauptabsatzweg für Heimtierfertignahrung. Hier wurden mit einem Anteil von 67 Prozent 1,798 Milliarden Euro umgesetzt.

In jedem dritten Haushalt lebt ein Heimtier

Auch 2009 wurden in etwa einem Drittel aller deutschen Haushalte ein oder mehrere Heimtiere gehalten. Den größten Teil machten dabei mit 8,2 Millionen die Katzen aus. Es folgten 5,6 Millionen Kaninchen, Meerschweinchen & Co. sowie 5,4 Millionen Hunde.

Zudem erfreuten wie schon im Vorjahr 3,4 Millionen Ziervögel ihre Besitzer. Darüber hinaus gab es im Jahr 2009 in Deutschland 2 Millionen Aquarien und 2,1 Millionen Gartenteiche mit Zierfischen. Des Weiteren wurden 440.000 Terrarien ermittelt.

Insgesamt lebten 22,6 Millionen Heimtiere (ohne Zierfische und Terrarientiere) in deutschen Haushalten.