Messen und Analysieren sind (nicht nur) im Onlinehandel ein wichtiger Schlüssel zum Erfolg. Das weiß eigentlich jeder Händler. Nur leider sind die meisten Werkzeuge für die Webanalyse dermaßen kompliziert, dass technische Laien oft schon bei der Einrichtung scheitern.

Wenn ein Unternehmen aus Deutschland vieles richtig macht, ist das Grund genug, sich mal wieder mit dem Thema Webanalyse im Shop zu widmen.


Der Name des Conversion-Tools Overheat führt dabei etwas in die Irre. Die Heatmap ist nur eines der Werkzeuge, die für die Shopanalyse zur Verfügung stehen.

Leicht einzurichten

Während Sie bei Google Analytics noch nach dem Tracking-Code suchen, fangen Sie bei Overheat bereits mit dem Messen an. Nach der Anlage des Benutzerkontos befinden Sie sich bereits mitten in der Installation. Direkt aus dem Backend kopiert der Nutzer den notwendigen Code in die Zwischenablage. Dieser wird dann im Shop oder Blog in das Seitentemplate integriert. Da die Abrechnungsmodelle auf Zahl der überwachten URL basieren, sollte der Händler aber genau überlegen, welche Seiten er analysieren möchte. Den Code in die globale Seitenvorlage der Site einzubinden, ist keine gute Idee, da dann bereits binnen weniger Stunden die maximale Zeit der überwachten Seiten erreicht sein dürfte.

Die Server von Overheat stehen in Deutschland; die Problematik anderer Anbieter mit dem Datenschutzgesetz tritt hier also nicht auf. Aber natürlich werden Nutzerdaten erhoben und verarbeitet. Da haben die Entwickler aber auch bereits im Installationsbereich eine Formulierung für die Nutzungsbedingungen des Shops zum Kopieren zur Verfügung gestellt.

Besucheranalyse

Overheat liefert alle wichtigen Daten über die Besucher des Shops zurück und aggregiert die Informationen auch in den Auswertungen. Der Nutzer erfährt etwas über die Herkunft, die eingesetzten Geräte, Betriebssysteme und Displaygrößen (Ist mobile tatsächlich schon so wichtig?). Außerdem natürlich die Verweildauer und auch externe Links, die zur eigenen Seite geführt haben. Und zwar so aufbereitet, dass auch weniger erfahrene Anwender die Daten verstehen können.

Overheat liefert wichtige Kennzahlen zu den Shopbesuchern zurück.
Overheat liefert wichtige Kennzahlen zu den Shopbesuchern zurück.

Heatmaps

Klar sind Heatmaps die Paradedisziplin von Overheat. Der Händler kann (übersichtlich nach Bildschirmauflösungen sortiert) verfolgen, wohin die Besucher geklickt haben und damit kontrollieren, ob Aktionsflächen oder Banner auch tatsächlich funktionieren und auffallen.

Mit den Heatmaps erkennen Sie sofort, wohin die Besucher geklickt haben
Mit den Heatmaps erkennen Sie sofort, wohin die Besucher geklickt haben

Ebenfalls interessant ist die Analyse der Scrolltiefe. Anhand der erfassten Werte zeigt Overheat damit an, wie weit die Besucher eigentlich auf der Seite blättern. Bis zu welcher Linie am besten Informationen und Angebote platziert sein sollten, damit die Kunden diese überhaupt wahrnehmen. Auch hier ist kein langes Studium von Hilfetexten notwendig. Mittels Pfeilen erkennen die Nutzer unmittelbar, wie hoch der prozentuale Anteil der Besucher ist, die bis zu dieser Linie geblättert haben. Auch daraus lassen sich unmittelbare Lehren für die Gestaltung des Shops erreichen.

Verbesserung von Formularen

Wenn der Kunde im Shop ein Formular aufruft oder ausfüllt, dann hat er bereits ein konkretes Anliegen oder eine Kaufabsicht. Umso ärgerlicher, wenn er dann das Formular nicht abschickt. Mit der Formularanalyse von Overheat kann der Händler erkennen, an welcher Stelle die Kunden möglicherweise aussteigen und den Vorgang nicht fortsetzen.

So viele Informationen haben natürlich einen Preis. Mit 30 Euro pro Monat geht es los. Dann können immerhin 50 URLs gleichzeitig überwacht werden. Der Service kann 30 Tage kostenfrei genutzt werden.