Am Sonntag sind Bundestagswahlen. Der Handel wollte wissen, welche Erwartungen der Einzelhandel hat und ließ Branchenvertreter Politiker fragen. Hier Frank-Walter Steinmeier (SPD).

Angela Grünewälder, die in Bielefeld und Lage zwei Filialen mit Mode für Frauen betreibt, sagt: "Geringere Umsatz- und Mehrwertsteuer sowie niedrigere Lohnnebenkosten würden die finanziellen Möglichkeiten der Verbraucher erweitern. Davon würde der Handel profitieren." Sie fragt den Bundesaußenminister und SPD-Kanzlerkandidaten Frank-Walter Steinmeier, ob er Steuerentlastungen plant.


Sehr geehrte Frau Grünewälder,

ich will, dass wir den Eingangssteuersatz weiter senken - auf 10 Prozent. Kleine und mittlere Einkommen sollen entlastet werden. Diesem Anspruch dient auch der Lohnsteuerbonus von 600 Euro für Ehepaare, die auf eine Steuererklärung verzichten. Wir müssen die Arbeitslosigkeit bekämpfen, um die Nachfrage für den Handel zu verbessern. Wer Arbeit hat und einen anständigen Lohn bekommt, der gönnt sich und seiner Familie etwas.

Übrigens: Ich will einen Beauftragten für den Mittelstand ins Kanzleramt holen. Dass Banken, die wir mit Steuergeld gerettet haben, keine Kredite an mittelständische Unternehmen geben, werden wir nicht hinnehmen.

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