Schlechte Nachrichten für Beschäftigte der insolventen Kaufhauskette Hertie: Sie erhalten kein Geld aus dem Sozialplan. Die Kündigungen gehen diese Woche raus.

Für die 2.600 Hertie-Beschäftigten wird es kein Geld aus dem Sozialplan geben. „Nach der Freistellung bekommen die Leute gar nichts", sagte Hertie- Betriebsratsvorsitzender Bernd Horn am Dienstag in Essen.


Für Abfindungen oder wenigstens die Gehaltsfortzahlung bis zum gesetzlichen Kündigungstermin reiche das Geld mangels Masse nicht, sagten Sprecher des Betriebsrates und des Insolvenzverwalters am Dienstag in Essen.

Die Kündigung sollen die Hertie-Mitarbeiter bis Mitte dieser Woche erhalten. Mit ersten unbezahlten Freistellungen sei bereits in knapp zwei Wochen zu rechnen.

Plan für Filialschließungen wird vorgelegt

Ein Plan für die bevorstehende Schließung für die 54 verbliebenen Hertie-Warenhäuser werde in den kommenden Tagen vorgelegt, hieß es.

Im Mai hatte die Hertie-Gläubigerversammlung mit großer Mehrheit die Einstellung des Geschäftsbetriebs der insolventen Warenhauskette gebilligt. Zuvor hatte eine Investorengruppe ihr Angebot zurückgezogen.

Anfang Juni hatten die Verhandlungen über einen Sozialplan angefangen.