Als stationäres Kaufhaus gibt es Hertie nicht mehr - aber neuerdings als Onlineversion. Betreiber sind die Gebrüder Klöker, die auf die Strahlkraft des alten Markennamens setzen.

Fünf Jahre nach dem Aus für Hertie ist die Traditionsmarke wieder da - als Onlineshop. Zwei Unternehmer aus Osnabrück, Nils und Jan Klöker, hatten die Namensrechte an dem 2008 in die Insolvenz gegangenen Unternehmen gekauft. Nun öffnete das Onlinekaufhaus, wie die Firma am Montag mitteilte. Mit dem Start zum jetzigen Zeitpunkt verspreche man sich, bereits am diesjährigen Weihnachtsgeschäft teilhaben zu können.

Die Brüder Klöker firmieren als HDK AG und betreiben bereits auch die Onlineportale telefon.de, tepgo.de, serviette.de. Nach ihren Plänen soll Hertie eine Alternative für Käufer von Sortimenten wie Haushaltswaren, Telekommunikation, Medien, Bücher, Spielwaren, Geschenkartikel, Heimtextilien, Parfümerie und vieles anderes mehr sein. "Schnäppchenjäger werden mit einer 0-Prozent-Finanzierung und vielen unschlagbare Eröffnungsangeboten angesprochen", teilt das Unternehmen mit.

Noch stehen etliche Häuser leer

Die Hertie-Kette war 1993 vom Karstadt-Konzern übernommen worden, die Häuser wurden umbenannt. 2005 verkaufte die damalige Karstadt Quelle dann 74 Häuser an britische Finanzinvestoren, die später den Namen Hertie wiederbelebten. 2008 meldete das Unternehmen schließlich Insolvenz an. Rund 2.600 Mitarbeiter verloren ihren Job.

Die noch leerstehenden Gebäude der einstigen Warenhauskette sollen bis Ende nächsten Jahres neue Nutzer gefunden haben. Hierfür kämpft auch eine Initiative aus Bürgermeister der betroffenen Städte.