Nach dem beschlossenen Aus für 54 Hertie-Warenhäuser haben am Dienstag die Sozialplanverhandlungen begonnen. Die Deutsche Bank soll die Eigentümer zur Räson bringen.

Die Verhandlungen für die rund 2.600 Beschäftigten sollten rasch zum Abschluss gebracht werden, sagte ein Unternehmenssprecher in Essen.

Im Mai hatte die Hertie-Gläubigerversammlung mit großer Mehrheit die Einstellung des Geschäftsbetriebs der insolventen Warenhauskette gebilligt. Zuvor hatte eine Investorengruppe ihr Angebot zurückgezogen. Die Warenhäuser sollen voraussichtlich im Sommer geschlossen werden.

Deutsche Bank soll helfen

Parallel zu den Sozialplanverhandlungen versuchen die Bürgermeister von mehr als 50 betroffenen Kommunen, die Deutsche Bank auf ihre Seite zu ziehen.

Das Kreditinstitut gilt als Hauptgläubiger des britischen Hertie-Investors Dawnay Day, der sich aus Sicht der Kommunalpolitiker bisher allen Rettungsversuchen durch überhöhte Miet- und Kaufpreisforderungen widersetzt habe.


Nach einem Gespräch mit Bürgermeistern betroffener Kommunen am Dienstag sicherte der Deutschlandchef des Kreditinstituts, Jürgen Fitschen, zu, einen Gesprächstermin mit den Eigentümern der Gebäude, dem Insolvenzverwalter, möglichen Investoren und Vertretern der betroffenen Städte anzusetzen, um alle Lösungsmöglichkeiten auszuloten.