Der Ökomodeversender Hessnatur muss im Jahr des Eigentümerwechsels einen Umsatzrückgang vermelden. Immerhin: Das Onlinegeschäft wächst weiter.

"Nach dem Wachstumssprung im vergangenen Jahr konsolidiert sich das Geschäft", erklärte Marc Sommer, Vorsitzender der Geschäftsführung, die Entwicklung bei Hessnatur. Der Gesamtumsatz sei im Geschäftsjahr 2011/12 auf 69,8 Millionen Euro gesunken, zuletzt lag er bei 72 Millionen Euro.

Der Rückgang sei hauptsächlich auf eine schwache Kollektion zurückzuführen, die nicht so erfolgreich wie die Modelinie des Vorjahres gewesen sei, so Sommer. Dazu hätte die konjunkturelle Lage ihr Übriges getan.

Der Versender mit Sitz im mittelhessischen Butzbach verzeichnete einen starken Neukundenzuwachs online und eine positive Entwicklung im Sortiment Heimtextilien und Wäsche, erklärte Sommer. Das Damensortiment blieb jedoch hinter den Erwartungen zurück.

E-Commerce als Wachstumsmotor

Der Anteil der Onlinebesteller stieg nach Unternehmensangaben von 33 auf 42,5 Prozent. Eine positive Entwicklung hätte es auch bei den drei stationären Läden in Butzbach, München und Hamburg gegeben, so das Unternehmen.

"2013 werden wir unsere Kompetenz im Sortiment Heimtextilien in einem eigenen Katalog bündeln und dort das Thema 'Green Living' präsentieren", so Geschäftsführer Maximilian Lang. Für nächstes Jahr ist ebenfalls die Wahl eines Kundenrats geplant, der die Einhaltung der Hessnatur-Standards überwachen soll.

Der Verkauf des ehemals zum Arcandor-Konzern gehörenden Versenders Hessnatur an die Private Equity-Gesellschaft Capvis wurde am 31. Mai notariell beurkundet und in der Folge vom Bundeskartellamt genehmigt. Die Übernahme durch die Schweizer Investorengruppe führte zu Protesten von Kunden und Mitarbeitern.