Die Hitze im Juni bescherte der Baumarktbranche ein heißes Umsatzplus: Schwimmbecken liefen richtig gut. Der Mai ließ hingegen den Pflanzenverkauf buchstäblich ins Wasser fallen.

Das Jahr fing verhalten an. Aber dann, aber dann: Die sommerlich-heißen Temperaturen sorgten im Juni für frischen Schwung im Baumarktgeschäft, meldet der Bundesverband Deutscher Heimwerker-, Bau- und Gartenfachmärkte (BHB).

In den vergangenen Wochen waren jedoch nicht etwa nur Klimageräte, Ventilatoren und Schwimmbecken gefragt, die eine angenehme Abkühlung versprachen. Zum positiven Halbjahresergebnis der Do-it-yourself-Branche hätten vielmehr nahezu alle Baumarktabteilungen beigetragen.

Nach sechs Monaten summiere sich der von den großflächigen Bau- und Heimwerkermärkten erzielte Bruttoumsatz somit auf 9,31 Milliarden Euro. Im Vergleich zum ersten Halbjahr 2009 entspricht dies einem Plus von 1,7 Prozent auf unbereinigter Fläche.

Stabiles Wachstum

Der BHB bewertet dieses Ergebnis als "sehr positiv" für die Branche, die damit im vierten Quartal in Folge ein stabiles Wachstum vorweisen kann. Denn auch auf bereinigter Fläche sei am Ende statistisch gesehen mehr Umsatz in den Kassen der Märkte als im Vorjahr. Für die bereinigte Umsatzentwicklung im ersten Halbjahr meldet der Verband eine Steigerungsrate von 1,6 Prozent.

Ein Wermutstropfen bleibe aber mit Blick auf die Entwicklung im Gartensegment, das sich wieder einmal als stark wetterabhängig erwiesen hat: Zwar schnellten auch hier die Umsätze im Juni noch einmal nach oben, doch ein nasskalter Mai hinterließ deutliche Spuren beim Absatz von Blumen und Pflanzen. Die hierzu gehörende Warengruppe "Lebendes Grün" büßte demnach im ersten Halbjahr insgesamt ein Prozent an Umsatz ein.

Gartenmöbel legten um 2,5 Prozent, Gartenwerkzeuge um vier Prozent zu und blieben auf Wachstumskurs. "Doch auch hier gingen die Steigerungsraten im Vergleich zum ersten Quartal 2010 zurück", meldet der Verband.

Schwimmbecken und Klimageräte verhalfen übrigens den Warengruppen, in denen sie geführt werden, ebenfalls zu einem mehr als zufriedenstellenden Zwischenergebnis.

So errechnet der BHB/GfK-Report für die Warengruppe Freizeit, Basteln, Werken, dem der Bereich Schwimmbecken und Poolzubehör zugeordnet ist, im ersten Halbjahr einen Mehrumsatz von 9,6 Prozent. Die Warengruppe Sanitär und Heizung, die unter anderem die Klimageräte abbildet, kommt insgesamt auf eine Wachstumsrate von 3,6 Prozent.