Übergangskredite gesichert: Die insolvente Schuhhandelskette Leiser und die Schwesterfirma Schuhhof wollen Filialschließungen vermeiden, sagt der Unternehmenschef.

"Wir werden ausnahmslos versuchen, jede Filiale zu erhalten", sagte der Geschäftsführer der Augsburger Bahner-Gruppe, Steffen Liebich, der Zeitung "Augsburger Allgemeinen".

Die Leiser Handelsgesellschaft mbH und die Schuhhof GmbH gehören zur Bahner-Gruppe in Augsburg. Bundesweit haben beide Ketten nach eigenen Angaben rund 130 Filialen und etwa 1.400 Mitarbeiter.

Einigung mit Lieferanten und Banken

Das Traditionsunternehmen mit Zentrale in Augsburg hat sich mit Lieferanten und Banken auf einen Kreditrahmen geeinigt. Durch die Übergangskredite von 15 Millionen Euro könnten die Unternehmen den Betrieb während des Insolvenzplanverfahrens aufrechterhalten, berichtete das Blatt.

"Wir dürfen unsere Ware verkaufen und mit dem Erlös neue Ware beziehen. Insofern verläuft unser Geschäft normal", sagte Liebich.

Das Berliner Unternehmen, das Ende März Insolvenz angemeldet hatte, sei nicht zahlungsunfähig. Das Problem seien vielmehr Läden, die nicht mehr profitabel arbeiteten, so der Firmenchef.

dpa