Die Sanierung der insolventen Warenhauskette Woolworth hat eine kritische Hürde genommen. Der Hauptvermieter Cerberus ließ sich auf Mietreduzierungen ein.

Der Höllenhund lässt sich erweichen: Die fortgeführten Filialen der insolventen Kaufhauskette Woolworth sind ihrer Rettung ein Stück näher gekommen. Der Woolworth-Insolvenzverwalter hat sich mit dem Finanzinvestor Cerberus, dem 82 der noch 160 verbliebenen Läden gehören, am Mittwoch auf bessere Mietbedingungen für die Filialen geeinigt.

Damit könne Insolvenzverwalter Ottmar Hermann weiter versuchen, Woolworth als verkleinertes Unternehmen fortzuführen und zu verkaufen, sagte Hermanns Sprecher und bestätigte damit Berichte der "Financial Times Deutschland" und des "Handelsblatts" vom heutigen Donnerstag. Anfang November drohte Hermann über die Medien mit dem Scheitern der Sanierungsbemühungen, sollte Cerberus keinen Beitrag leisten. 

Positives Zeichen für die Beschäftigten

Hermann habe aufgrund dieses Kompromisses mit Cerberus die notwendigen Waren in Fernost bestellen können, erklärte der Sprecher. Dies sei ein "sehr positives Zeichen", weil dadurch die Belegschaft das eindeutige Signal bekommen habe, dass es bis Mitte kommenden Jahres auf jeden Fall weitergehe.

Zudem könne mit der grundsätzlichen Einigung mit Cerberus nun der Investorenprozess offiziell starten, sagte der Sprecher weiter. Denn bislang habe für die potenziellen Interessenten die verbindliche Höhe der Mietkonditionen gefehlt.

Hermann hatte bereits früher erklärt, rund die Hälfte der etwa 300 Filialen weiterführen zu wollen. Dazu waren allerdings Mietsenkungen notwendig. Die übrigen Filialen sollen verkauft werden. Für rund 100 Filialen waren bereits Anfang September neue Betreiber gefunden worden. Woolworth Deutschland hatte im April Insolvenz angemeldet.