Mitsubishi schickt mit dem Lancer Sportback wieder ein echtes Volumenmodell ins Rennen.

Nach einem Absatzminus von 23,4 Prozent in den ersten acht Monaten des Jahres und kaum Hoffnung auf nennenswerte Besserung im vierten Quartal 2008, sehen die 630 Mitsubishi-Händler zumindest für das kommende Jahr wieder Silberstreifen am Horizont. „Für 2009 haben wir mit dem Lancer Sportback ein echtes Volumenmodell neu im Angebot”, blickt Unternehmenssprecher Albrecht Trautzburg zuversichtlich auf 2009.

Nach der Einführung der neuen Lancer-Limousine im vergangenen Frühjahr rollt das Modell mit der praktischen Heckklappe am 15. November 2008 in die Showrooms und soll gleich den Löwenanteil der Verkäufe ausmachen. Für das nächste Jahr plant der Deutschland-Importeur mit Sitz in Hattersheim bei Frankfurt am Main insgesamt 12.000 Lancer-Zulassungen - 10.000 davon als Sportback.

Einfacher Umklapp-Mechanismus

Der Neuling ist mit zwei Motoren, einem 1,8-Liter-Benziner (105 kW/143 PS) und dem von Volkswagen eingekauften 2,0-Liter-Diesel (103 kW/140 PS) zu haben. Die Preise beginnen bei 19.250 Euro. Clou der Fließheck-Limousine ist der einfache Umklapp-Mechanismus für die Rücksitzlehnen, die per Zug an einer Öse im Kofferraum nach vorn klappen und so einen ebenen Ladeboden ermöglichen. So bietet der Japaner bis zu 1.394 Liter Stauraum.

Und warum hat Mitsubishi das deutlich wichtigere Modell der jetzt kompletten Baureihe nicht gleich zu Anfang nach Deutschland gebracht? „In den Wachstumsmärkten wie Russland ist die Nachfrage nach der Stufenheck-Limousine immens. Das Werk ist restlos ausgelastet”, erläutert Trautzburg die globale Strategie.

Für 2009 kündigt das Unternehmen auch noch eine eigene Diesel-Entwicklung und besonders Sprit sparende Motoren in allen Baureihen an. „Der Schwerpunkt liegt auf der CO-2-Reduktion”, sagt Trautzburg. Da freut sich die Umwelt - und der Handel.  

Bernd Nusser