Babyboom beschert dem Einzelhandel mit Spielwaren und Kinderbekleidung Umsatzplus.

Der Handel erwartet im kommenden Jahr weiter steigende Preise für Kinderbekleidung und Spielzeug.

Da die Händler keine Spielräume für die anstehenden Preisanhebungen bei den Herstellern haben, müssen sie diese an die Kunden weiterreichen, sagte der stellvertretende Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes des Deutschen Textileinzelhandels (BTE), Heijo Gassenmeier, vor dem Start der Fachmesse Kind + Jugend in Köln.

Auch der Geschäftsführer des Bundesverbandes des Spielwaren-Einzelhandels, Willy Fischel, wollte im Vorfeld der internationalen Leitmesse der Branche steigende Preise nicht ausschließen. Über die Höhe der Preisanhebungen machten die Experten keine Angaben.

Babyboom wirkt sich aus

Unterdessen betonten die Branchenfachleute, die im vergangenen Jahr begonnene Steigerung der Geburtenrate in Deutschland habe den Spielwarenumsatz in 2007 beflügelt.

Laut Fischel gaben die Bundesbürger im letzten Jahr für Spielzeug für Kleinkinder insgesamt 278 Millionen Euro aus. Das sei ein Plus in Höhe von 12 Prozent gegenüber dem Vorjahr.
Trotz gedämpftem Konsumklima geht der Spielwaren-Einzelhandel nach den Worten von Fischel im laufenden Jahr noch von einem Umsatzplus von 3 Prozent aus.

Die Kinder im Alter bis zu drei Jahren bekommen nach Angaben des Bundesverbandes im Durchschnitt Spielzeug im Wert von 140 Euro pro Jahr. Gegenüber 2003 sei das ein Plus von 38 Prozent, so Fischel.

Handel mit Kinderbekleidung im Plus

Auch die Einzelhandelsbranche für Baby- und Kinderausstattung spürt die Auswirkungen der erstmals seit Jahren leicht steigenden Geburtenrate. „Jedes Baby löst auch Umsatz aus”, erklärte Gassenmeier.

Die Umsätze mit Baby- und Kinderbekleidung stiegen bereinigt um die Mehrwertsteuererhöhung gegenüber 2006 um 1,4 Prozent. Das Umsatzvolumen in diesem Segment lag im vergangenen Jahr laut BTE bei insgesamt 2,675 Milliarden Euro.

Auch in der ersten Jahreshälfte des laufenden Jahres stiegen die Umsätze für textile Babyausstattung nochmals um 1 Prozent, während sie bei Kinderbekleidung im Jahresvergleich um 1 Prozent zurückgingen.