Der US-Filialist Hollister will seine Präsenz in Deutschland deutlich ausbauen. Das Maklerunternehmen Jones Lang LaSalle nennt die nächsten Ziele des zur Abercrombie & Fitch-Gruppe gehörenden Labels.

In Frankfurt hat man sich an die Schlange stehenden Teenager-Gruppen im Einkaufszentrum MyZeil mittlerweile gewöhnt. In Köln, Hamburg, Ludwigshafen und Neuss ist das Bild noch ungewohnt.

Neueröffnungen des Textilfilialisten Hollister üben eine magische Anziehungskraft auf trendbewusste Teenies aus. Stoisch reihen sich die Fans des South Carolina-Lifestyles in die Warteschlange vor den nachgeahmten Surferhütten.

Ob dieser Reiz des Neuen und Raren auch erhalten bleibt, wenn die A&F-Tochter ihren ambitionierten Expansionsplan umgesetzt hat, ist freilich eine spannende Frage.

Offensive Expansionsstrategie

Nach der Eröffnung der ersten deutschen Niederlassung im Dezember 2009 in Frankfurt am Main vermittelte das Maklerunternehmen Jones Lang LaSalle dem Modelabel Stores in den ECE-Objekt Rhein Park Center (Ludwigshafen), Rhein-Center (Köln) und im Hamburger Alstertal und Elbe Einkaufszentrum mit Verkaufsflächen zwischen 800 und 1.000 Quadratmeter.

Vergangenen Freitag eröffnete ein weiterer Store im Neusser Rheinpark Center. Weitere Läden folgen in Kürze in Dresden (Altmark Galerie), Oberhausen (CentrO) sowie in Leipzig und erneut Frankfurt.

Insgesamt plant Hollister laut Jones Lang LaSalle in diesem Jahr europaweit die Eröffnung von rund 40 neuen Stores. "Hollister verfolgt eine sehr offensive Expansionsstrategie und wird in den nächsten Jahren in ganz Deutschland Präsenz zeigen", sagt Andreas Kogge, Leiter Einzelhandelsvermietung Jones Lang LaSalle Berlin und Hollister-Berater in Deutschland.

Das Label sei originär als Shopping Center-Format ausgelegt, plant aber auch den Sprung in Deutschlands Einkaufsmeilen, heißt es.