Die Hornbach-Gruppe hat das Wachstumstempo im vergangenen Jahr von Quartal zu Quartal gesteigert und beim Umsatz erstmals die 3-Milliarden-Grenze geknackt. Besonders in Deutschland brummt das Geschäft.

Nach vorläufigen Zahlen stieg der Nettoumsatz im Konzern der Hornbach Holding AG im abgelaufenen Geschäftsjahr (1. März 2010 bis 28.Februar 2011) um 5,7 Prozent auf 3.017 Millionen Euro.

Der Teilkonzern Hornbach-Baumarkt-AG, der europaweit 133 Bau- und Gartenmärkte in neun Ländern betreibt, steigerte die Nettoumsätze um 5,6 Prozent auf 2.836 Millionen Euro. Die kräftigsten Wachstumsimpulse kamen aus Deutschland und Westeuropa.

"Besonders die deutschen Verbraucher waren angesichts des kräftigen Wirtschaftsaufschwungs und optimistischer Einkommenserwartungen in bester Heimwerkerlaune," sagte Albrecht Hornbach, der Vorstandsvorsitzende der Hornbach Holding AG. Die Nettoumsätze der 92 Hornbach-Filialen in Deutschland erhöhten sich im Geschäftsjahr 2010/2011 um 4 Prozent auf 1.641 Millionen Euro (Vorjahr: 1.577 Millionen Euro). Flächenbereinigt legten die DIY-("Do it yourself")-Umsätze im Inland um 3,8 Prozent und damit schneller zu als der Branchendurchschnitt.

Höchster Quartalsanstieg seit sieben Jahren

Im Jahresverlauf nahm das Umsatzwachstum in Deutschland deutlich an Fahrt auf. So stieg der flächenbereinigte Umsatz nach einer "durchwachsenen" Frühjahrssaison im zweiten Quartal um 4,9 Prozent und im dritten Quartal um 6,4 Prozent. Trotz des frühen Wintereinbruchs erzielte Hornbach im vierten Quartal sogar ein flächenbereinigtes Umsatzplus von 8,2 Prozent - der höchste Quartalsanstieg seit sieben Jahren.

Bezogen auf die Bruttoumsätze aller deutschen Bau- und Gartenmärkte in Höhe von rund 22 Milliarden Euro sei der Marktanteil von Hornbach von 8,7 auf 8,9 Prozent gestiegen, teilte das Unternehmen mit.

Außerhalb Deutschlands (übriges Europa) verzeichnete Hornbach - einschließlich der Eröffnung zweier neuer Märkte in Breda (Niederlande) und Bukarest (Rumänien) - ein Umsatzplus von 7,7 Prozent auf 1.195 Millionen Euro. Der Anteil der Auslandsfilialen am Umsatz des Teilkonzerns Hornbach-Baumarkt-AG erhöhte sich von 41,3 auf 42,1 Prozent. Flächen- und währungsbereinigt stiegen die Umsätze im übrigen Europa im abgelaufenen Geschäftsjahr um 0,8 Prozent.

Baustoff-Umsatz wächst überdurchschnittlich

Zum Wachstum des Konzernumsatzes hat erneut der regional im Südwesten Deutschlands tätige Teilkonzern Hornbach Baustoff Union GmbH überdurchschnittlich beigetragen. Vor dem Hintergrund der wieder anziehenden Wohnungsbautätigkeit und des guten Konsumklimas erhöhten sich die Umsätze der Baustoffhandelsniederlassungen um 8,4 Prozent auf 180 Mio. Euro.

Die Ergebnisprognose für das Gesamtjahr 2010/2011 ließ Hornbach unverändert. Demnach wird das Betriebsergebnis (EBIT) sowohl im Hornbach-Holding-AG-Konzern als auch im Hornbach-Baumarkt-AG-Teilkonzern voraussichtlich leicht über dem Niveau des Geschäftsjahres 2009/2010 liegen.