Die Heimwerker hierzulande haben deutlich weniger bei Hornbach eingekauft: Die Gruppe meldet weniger Umsatz und Gewinn. Ein Grund dafür sind die Kosten für den Ausbau des Online-Geschäfts.

Die Hornbach-Gruppe muss im dritten Quartal einen Gewinneinbruch verschmerzen. Vor allem die deutschen Kunden sind dafür verantwortlich: Sie haben im Herbst weniger bei der Baumarkt-Kette eingekauft. Aber auch der Ausbau der Internetaktivitäten beeinträchtigt das Ergebnis.

Dennoch will das Unternehmen an seiner Digitalisierungsstrategie festhalten: "Die Digitalisierung des Einzelhandels ist die größte Herausforderung", sagte Albrecht Hornbach, Vorstandschef der Hornbach Management AG. "Wer hier nicht bereit und in der Lage ist, erhebliche Mittel in Technmologie und Infrastruktur zu investieren, wird in Zukunft auf der Strecke bleiben."

Rabattaktionen belasten Handelsspanne im November

Im dritten Quartal schrumpfte das Betriebsergebnis (Ebit) um 42,7 Prozent auf 21,3 Millionen Euro. Auf die Kaufzurückhaltung der deutschen Kunden reagierte Hornbach mit Rabattaktionen. Das habe die Handelsspanne vor allem im November belastet. Negative Auswirkungen hätten zudem Veränderungen im Sortimentsmix durch den steigenden Anteil der Online-Umsätze sowie Einmaleffekte aus der Übernahme von ehemaligen Praktiker/Max Bahr-Standorten gehabt.

Die Jahresprognose hat die Baumarkt-Kette aufgrund der schwachen Ergebnisentwicklung gesenkt. Insgesamt betreibt Hornbach 153 Bau- und Gartenmärkte in neun europäischen Ländern, 99 Filialen befinden sich in Deutschland.