Die konjunkturelle Stimmung und die gute Witterung treiben die Umsätze in den Baumärkten und Gartencentern von Hornbach in die Höhe - weit über dem Branchendurchschnitt.

Die Hornbach-Gruppe ist erfolgreich in das Geschäftsjahr 2011/2012 gestartet. Der Konzernumsatz hat sich in den ersten drei Monaten des Geschäftsjahres (1. März bis 31. Mai 2011) um 11,1 Prozent auf 918,1 Millionen Euro (Vorjahr: 826,6 Millionen Euro) erhöht.

"Hornbach hat den Schwung aus dem letzten Geschäftsjahr mitgenommen und das Wachstum im ersten Quartal 2011/2012 beschleunigt", kommentierte Albrecht Hornbach, Vorstandsvorsitzender der Hornbach Holding AG, die Zahlen. "Wir spüren im bisherigen Verlauf des Jahres 2011 gerade in Deutschland eine sehr erfreuliche Belebung auf dem Renovierungs- und Neubaumarkt."

Die Rahmenbedingungen für die Branche seien wegen der guten Konjunktur und günstiger Witterung noch besser gewesen als im Frühjahr 2010.

Ertraganstieg überproportional zum Umsatzzuwachs


Die Erträge von Hornbach sind im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2011/12 deutlich überproportional zum Umsatzanstieg gewachsen. So nahm das Betriebsergebnis (EBIT) der Gruppe um 33,1 Prozent auf 79,3 Millionen Euro  zu. Das Ergebnis je Vorzugsaktie wird im ersten Quartal mit 4,90 Euro betragen, teilt der Konzern mit.

Geprägt wurde die Umsatz- und Ertragsentwicklung vom größten operativen Teilkonzern Hornbach-Baumarkt-AG. Die Umsätze in den 92 deutschen Bau- und Gartenmärkte von Hornbach stiegen im ersten Quartal um 10,7 Prozent auf 863,7 Millionen Euro gegenüber 779,9 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum. Flächen- und währungskursbereinigt verbesserten sich die Umsätze der Bau- und Gartenmärkte um 7,7 Prozent.

Einschließlich Währungskurseffekten belief sich das Plus auf 9,4 Prozent. Das EBIT des Teilkonzerns erhöhte sich um 35,5 Prozent auf 67,2 Millionen Euro. Hornbach betreibt europaweit 134 großflächige Bau- und Gartenmärkte mit einer Gesamtverkaufsfläche von rund 1,5 Millionen Quadratmetern.

Umsatzanstieg in Deutschland über dem Durchschnitt

Die kräftigsten Umsatzimpulse kamen im ersten Quartal aus Deutschland. Flächenbereinigt, das heißt ohne Berücksichtigung von Neueröffnungen in den zurückliegenden zwölf Monaten, legten die Umsätze hier um 11,9 Prozent zu. Damit schnitt Hornbach in diesem Zeitraum um mehr als sieben Prozentpunkte besser ab als der Branchendurchschnitt in Deutschland.

Im übrigen Europa, das heißt in den acht Ländern außerhalb Deutschlands, erhöhten die 42 internationalen Hornbach-Filialen die unbereinigten Umsätze einschließlich einer Neueröffnung Ende Mai 2011 in Tschechien (Pilsen) um 10,1 Prozent auf 359,3 Millionen Euro. Flächenbereinigt stieg der Umsatz um 2,3 Prozent; einschließlich Währungskurseffekten betrug das Plus nach Unternehmensangaben 6,2 Prozent.

Ausblick: Optimistisch, aber vorsichtig

Vor dem Hintergrund des Geschäftsverlaufs des ersten Quartals sieht das Unternehmen  Chancen, dass sich Umsatz und Ertrag im weiteren Verlauf des Geschäftsjahres positiver entwickeln könnten als erwartet.

"Dem stehen jedoch vor allem wegen der europäischen Staatsschuldenkrise wieder gestiegene Konjunkturrisiken gegenüber", heißt es in der Presseerklärung. Insbesondere scheine die Erholung des Privatkonsums in Osteuropa langsamer als geplant voranzuschreiten.

Die Umsatzprognose für das laufende Geschäftsjahr wird daher vorerst nicht verändert. Demnach rechnet Hornbach weiterhin mit einem Umsatzanstieg im mittleren einstelligen Prozentbereich. Hinsichtlich der Ergebnisprognose für das laufende Geschäftsjahr 2011/2012 geht die Hornbach-Gruppe davon aus, dass das Betriebsergebnis (EBIT) über dem Niveau des Geschäftsjahres 2010/2011 (159,1 Millionen Euro) liegen wird.