Die großen Hotelketten vernachlässigen das Internet. Kempinski, Steigenberger, Dorint, Accor, Maritim und ArabellaSheraton sind zwar präsent, schöpfen die Möglichkeiten des Vertriebskanals Internet jedoch bislang nicht aus. Dies ergab eine Analyse von OgilvyInteractive worldwide.

Die großen Hotelketten vernachlässigen das Internet. Kempinski, Steigenberger, Dorint, Accor, Maritim und ArabellaSheraton sind zwar präsent, schöpfen die Möglichkeiten des Vertriebskanals Internet jedoch bislang nicht aus. Dies ergab eine Analyse von OgilvyInteractive worldwide.

Die Studie untersuchte die Webauftritte der Hotelketten unter besonderer Berücksichtigung der Aspekte Gestaltung/Layout, Inhalte, Verkaufsansätze, Usability, CRM/Personalisierung, Kontakt/Dialog, Nutzwert sowie Partnerprogramme; Aspekte, die insbesondere aus Sicht häufig online buchender Verbraucher für die Popularität eines Webangebotes und den daraufhin generierten Response entscheidend sind.

Die Tester bescheinigen den Hoteliers Nachbesserungsbedarf. So sei die Buchung für den Kunden über das Internet oft kompliziert, die Benutzerführung unstrukturiert und nicht intuitiv. Außerdem fehlten Interaktionstools und Internet-spezifische Navigationshilfen wie beispielsweise Suchfunktionen. Mehrsprachigkeit, z.B. bei der Buchung, ist noch nicht Standard. Spezifische Vorteile des Internet, wie beispielsweise Flexibilität und Interaktion, würden nicht clever genug fürs Marketing genutzt, etwa um kurzfristig die Auslastung zu verbessern ("Buchen Sie jetzt für das nächste Wochenende und sparen Sie 40%").

"Die Vertriebskanal-Qualitäten des Internet haben die Verbraucher längst erkannt," so Hannelore Grams, Geschäftsführerin OgilvyInteractive in Frankfurt. "Gewiefte Reiselustige nutzen das Internet als Alternative zum Reisebüro, weil man auf diese Weise in vielen Fällen mehr Leistung für weniger Geld bekommt. Kein Wunder, dass immer mehr online reserviert wird. Für Hoteliers bietet das Internet gute Möglichkeiten, mit geringem Aufwand und damit kostengünstig Angebote zu platzieren. Gerade Güter mit geringem Erklärungsbedarf, und dazu gehören Hotelzimmer, lassen sich besonders erfolgreich über das Internet verkaufen."

In der Analyse hat Dorint am besten abgeschnitten. Anerkennung bekam das Angebot insbesondere für das komfortable Informationssystem zu Tagungen. Positive Aspekte anderer Hotel-Websiten waren unter anderem gute Bildarchive mit 360°-Ansicht der Zimmer (Kempinski, Steigenberger), Zimmerreservierung über Ebay (Dorint), "Affiliates Partnerprogramm" für gewerblich betriebene Websites (Accor), Angebot mobiler Dienste wie WAP und SMS (Accor), Kundenbindungskarten u.a. CRM-Angebote (Accor, Maritim, Arabella Sheraton), lohnende Partner-Programmangebote (Airlines und Vielfliegerprogramme, Autovermietungen, andere Hotels) und Jobbörsen. (KC)


KONTAKT:

OgilvyInteractive worldwide
Internet: www.ogilvyone