Die neue Strategie für Kaufhof hat der neue Eigner schon verkündet. Jetzt ist auch bekannt, wie hoch die Investitionen von Hudson's Bay ausfallen.

Der neue Kaufhof-Eigentümer will künftig mehr als 100 Millionen Euro pro Jahr in die Warenhauskette investieren. "Wir werden unser Geschäft sehr offensiv voranbringen", kündigte Hudson's Bay (HBC)-Manager Don Watros im Gespräch mit der "Westdeutschen Allgemeinen Zeitung" (WAZ, Donnerstag) an. Das Unternehmen befinde sich in einer "Position der Stärke", meinte er.

Vorgesehen seien etwa Verbesserungen beim Service und bei der Warenpräsentation. Verstärkt wolle man auch auf den Onlinehandel setzen. Filialschließungen und Stellenstreichungen seien dagegen nicht geplant, versicherte Watros, Chef von HBC international.

Watros löst Mandac ab

Seit diesen Donnerstag ist der milliardenschwere Verkauf der Warenhauskette Kaufhof an den kanadischen Handelsriesen HBC endgültig unter Dach und Fach. In einem Bieterrennen um die bisherige Metro-Tochter hatte Karstadt-Eigentümer René Benko zuvor eine Niederlage einstecken müssen.

Watros, der bei HBC für das internationale Geschäft zuständig ist, wurde zum neuen Vorsitzenden des Kaufhof-Aufsichtsrats gewählt. Der Manager übernahm damit den Posten des langjährigen Kaufhof-Chefs Lovro Mandac, der zuletzt an der Spitze des Kontrollgremiums gestanden hatte. Leiter der Kaufhof-Geschäftsführung bleibt Olivier Van den Bossche.

Zusammen mit Watros waren zuvor neun weitere Manager des neuen Eigentümers in das Kontrollgremium eingezogen. Hinzu kommen zehn Arbeitnehmervertreter der Kaufhof-Gruppe. Stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender ist Kaufhof-Gesamtbetriebsratschef Uwe Hoepfel.