Nachdem 2009 eher schlecht lief, freut sich das Modeunternehmen Hugo Boss nun über einen überraschenden Gewinnsprung. Auch die Börsianer sind begeistert.

Die Geschäfte bei Hugo Boss laufen besser als erwartet und lassen die Zuversicht in dem Modekonzern wachsen. Freude bereiten dem Unternehmen aus Metzingen vor allem der Handel in den 450 eigenen Geschäften und im Internet. Außerdem hat das Modehaus von der erstmaligen Konsolidierung des Gemeinschaftsunternehmens mit dem chinesischen Modehandelsunternehmen Rainbow Group profitiert.

Wegen des spürbaren Aufwinds erhöhte Hugo Boss die Erwartungen für das Gesamtjahr 2010. Die Erlöse werden währungsbereinigt voraussichtlich um fünf Prozent steigen, wie die Hugo Boss AG am Donnerstag mitteilte. Zuvor hatte der Konzern mit einem Plus von drei bis fünf Prozent gerechnet.

Erlöse stiegen um 19 Prozent

2009 war der Umsatz um sieben Prozent auf 1,56 Milliarden Euro gesunken. Von Juli bis September 2010 legten die Erlöse nach vorläufigen Zahlen um 19 Prozent (währungsbereinigt plus 14 Prozent) auf 538 Millionen Euro zu.

Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) vor Sondereffekten wuchs im dritten Quartal um 42 Prozent auf 150 Millionen Euro. Für das Gesamtjahr geht Hugo Boss nun von einem Zuwachs von einem Fünftel aus (zuvor zehn bis zwölf Prozent). Im vergangenen Jahr lag das EBITDA vor Sondereffekten bei 270,2 Millionen Euro.

Die vom Finanzinvestor Permira kontrollierte Gruppe beschäftigt derzeit rund 9.100 Mitarbeiter. Die Aktien von Hugo Boss führten am Mittag nach den überraschend vorgelegten Zahlen mit plus 4,65 Prozent auf 46,10 Euro die Gewinnerliste im MDax an. Einzelheiten zum abgelaufenen Quartal und zum Ausblick auf das laufende Geschäftsjahr will der Konzern am 2. November bekanntgeben.