Beim Modemacher Hugo Boss tragen die eigenen Läden inzwischen 40 Prozent zum Umsatz bei. Und es sollen noch mehr werden.

"Wir haben uns vorgenommen, Hugo Boss in den kommenden Jahren als einen professionellen Einzelhändler im weltweiten Segment für Premium- und Luxusbekleidung zu etablieren", sagte Vorstandschef Claus-Dietrich Lahrs am Dienstag bei der Hauptversammlung in Stuttgart.

Derzeit gebe es weltweit knapp 550 konzerneigene Modegeschäfte in den Fußgängerzonen und Einkaufszentren, rund 100 mehr als vor einem Jahr. "Knapp 70 Prozent unserer gesamten Investitionen entfielen im vergangenen Geschäftsjahr auf den Einzelhandel", sagte Lahrs.

Umsatz soll "um mindestens 12 Prozent" steigen

Die eigenen Geschäfte sind für den Modekonzern besonders lukrativ. Im vergangenen Jahr war der konzerneigene Einzelhandel um 30 Prozent gewachsen, während der Umsatz insgesamt lediglich um 11 Prozent auf 1,73 Milliarden Euro gestiegen war. Bis 2015 sollen die Läden 50 Prozent zum Konzernumsatz beitragen, 2010 waren es 40 Prozent.

Für das laufende Jahr bekräftigte Lahrs das Ziel, den Umsatz währungsbereinigt um mindestens zwölf Prozent zu steigern. "Das Jahr 2011 haben wir erfolgreich begonnen. Wir profitieren von einer guten Dynamik sowohl im Großhandelsgeschäft als auch im eigenen Einzelhandel." Bis 2015 will Hugo Boss 2,5 Milliarden Euro Umsatz erreichen. Der Modekonzern beschäftigt weltweit rund 9.950 Menschen, davon knapp 2.000 am Unternehmenssitz in Metzingen.