Ab dem neuen Jahr will ein neues Joint Venture mehr Kompetenz im Centermangement anbieten. Die BBE-Tochter IPH sowie die IC Immobilien Gruppe setzen dabei auf ein ganzheitliches Angebot für ihre Kunden.

Eins und eins ergibt normalerweise zwei. Doch nach der Rechnung von Peter Glöckner macht diese Addition: drei. Der bisherige Leiter Center und Property Management der IPH Handelsimmobilien leidet keineswegs unter Rechenschwäche, sondern will damit nur ausdrücken, welchen Wert dieses neue Joint Venture für den deutschen Markt für Handelsimmobilien haben soll.

Ab 1. Januar 2016 sind IPH, eine Tochter der BBE-Handelsberatung, sowie die IC Immobilien Gruppe gemeinsam aktiv. Es geht dabei um das Management von Shoppingcentern und komplexen Fachmarktcentern - nicht um deren Besitz. Das Ganze heißt dann IPH Centermanagement GmbH, neuer Chef wird Glöckner. "Centermanagement ist anspruchsvoller geworden", sagt er im Gespräch mit Der Handel.

Ganzheitlicher Ansatz beim Centermanagement

Daher wollen beide Seiten des Joint Ventures ihre Stärken bündeln, um für Kunden attraktiver zu werden. "Wir kennen uns aus im Einzelhandel, IC im Property Management", erklärt Glöckner. Und für das Property Management, also die kaufmännische Seite im Centermanagement, kann künftig auf SAP-Schnittstellen zurückgegriffen werden.

IC bietet zudem technische Expertise, um Revitalisierungen und Umbauten umsetzen zu können. Das Joint Venture verfolgt laut Glöckner einen ganzzeitlichen Ansatz beim Centermanagement. Reporting der Zahlen, Marketing und Vermietung sollen aus einer Hand angeboten werden. "Hier wird Einzelhandels-Know-how mit Immobilien- und Managementexpertise vereint", betont Marc Balkenhol, COO und Vorstandsmitglied der IC Immobilien Gruppe.

25 Center umfasst das Joint Venture, 17 bringt IPH ein, 8 IC. Das bekannteste und mit 40.000 Quadratmetern größte ist das Gerber in Stuttgart, für das IPH am 1. Oktober das Management übernommen hat. Weitere Objekte sind etwa das Eidelstedt Center in Hamburg sowie das City Center in Eisenhüttenstadt. Für weitere Mandate ist das Joint Venture offen, "wir wollen wachsen, aber nicht um jeden Preis", sagt Glöckner. Die Größe des Centers sei dabei auch kein Problem. Glöckner kennt übrigens das Centermanagement aus praktischer Erfahrung: Er leitete acht Jahre lang den Ruhr Park in seiner Heimatstadt Bochum.