Angriffe von Cyber-Kriminellen werden künftig vermehrt von Zentralamerika, Indien, China und Afrika aus erfolgen. Zu diesem Ergebnis kommen die Forscher des IT-Sicherheitsspezialisten F-Secure, die den geografischen Wandel der Internet-Kriminalität seit 1986 untersucht haben.

Angriffe von Cyber-Kriminellen werden künftig vermehrt von Zentralamerika, Indien, China und Afrika aus erfolgen. Zu diesem Ergebnis kommen die Forscher des IT-Sicherheitsspezialisten F-Secure, die den geografischen Wandel der Internet-Kriminalität seit 1986 untersucht haben. Laut den Aufzeichnungen lässt sich ein Wandel im Ursprung der Angriffe von Europa und Nordamerika hin zu Schwellenländern feststellen. Vor allem die Länder der ehemaligen Sowjetunion wie Russland, Weißrussland und die Ukraine, aber auch Brasilien und China entwickeln sich immer mehr zu Brennpunkten der weltweiten Internet-Kriminalität.

Ein Grund für diese globale Verlagerung der Ursprungsorte von Internet-Kriminalität ist laut F-Secure die enorme Zunahme der Internetnutzung. Diese wächst derzeit in Asien am stärksten, an zweiter Stelle liegt Afrika. Da die Entstehung von Arbeitsplätzen im IT-Bereich dieser Entwicklung aber deutlich hinterherhinke, seien viele begabte Computerspezialisten in diesen Regionen dazu gezwungen, ihr Talent auf illegale Weise einzusetzen. Internet-Kriminalität stelle für sie oftmals die einzige Möglichkeit dar, um ihren Lebensunterhalt aufzubessern.