Der weihnachtliche Abwärtstrend am IT-Arbeitsmarkt ist gestoppt: Im Januar 2002 wurden 2.814 Stellenangebote ausgeschrieben, was gegenüber dem Vormonat ein Plus von über 1.000 Jobs bedeutet.

Der weihnachtliche Abwärtstrend am IT-Arbeitsmarkt ist gestoppt: Im Januar 2002 wurden 2.814 Stellenangebote ausgeschrieben, was gegenüber dem Vormonat ein Plus von über 1.000 Jobs bedeutet. Das berichtet die IT-Fachzeitung "Computerwoche" in ihrer aktuellen Ausgabe unter Berufung auf eine Analyse des Hamburger Marktforschungsunternehmens EMC/Adecco. Im Rahmen der Analyse wurden die Stellenmärkte von 40 Tageszeitungen sowie der Computerwoche untersucht. Mit dem Zuwachs auf 2.814 IT-Stellen im Januar ist der Höhepunkt des Abschwungs von Dezember überwunden und das November-Niveau von 2001 wieder erreicht.

Verglichen mit Januar 2001 ist allerdings ein Rückgang um fast 70% zu verzeichnen. Damals standen noch 9.331 Anzeigen in den Zeitungen. Heute werden nicht einmal ein Viertel so viele IT-Experten wie im Januar 2001 im Maschinen- und Fahrzeugbau, in der Elektronik oder bei Banken neu eingestellt. Am eklatantesten sind die Einbrüche allerdings nach wie vor in DV-Beratungs- und Systemhäusern, deren offene Stellen sich von knapp 3.000 auf 711 reduzierten. Ebenfalls gebeutelt ist die Telekommunikationsbranche, die im Januar 2002 gerade einmal 9% (88 Stellenangebote) des Volumens des Vorjahreszeitraums ausschrieb.

Laut Computerwoche könnten diese schlechten Nachrichten aber angesichts der nahenden CeBIT Mitte März ein Ende haben. Zumindest Personalberater notieren ein gestiegenes Interesse der Firmen. Kerstin Karuschkat, Geschäftsführerin der Hamburger 3K Personalberatung, bestätigt gegenüber der IT-Fachzeitung: "Seit zwei, drei Wochen bekommen wir wieder verstärkt Aufträge von Firmen, die sich seit September in Sachen Einstellung zurückhielten." Dass sich die Zahl der Stellenangebote nicht wieder erhöht hätte, müsse nicht gegen einen leichten Aufschwung sprechen: Denn mittlerweile bekommen, so die Erfahrung Karuschkats, Firmen erheblich mehr qualifizierte Initiativbewerbungen, so dass offene Stellen auch ohne eine Anzeigenschaltung besetzt werden könnten. (ST)