Auch Idee+Spiel steigt ins E-Commerce ein. Die Verbundgruppe tritt dabei nicht als Händler auf, sondern als Makler von Kaufinteressen. Profitieren sollen die Mitglieder.

Verbundgruppen und E-Commerce - das ist ein schwieriges Thema. Hier konkurriert immer ein zentrales Onlineangebot mit den Interessen der dezentralen Mitgliedsunternehmen. Immer mehr setzt sich das Marktplatzmodell durch, also der Webshop einer Verbundgruppe dient der Weiterleitung des Kaufwunsches zu einem Händler, entweder in der Nähe des Kunden oder nachdem, wer das gewünschte Produkt im Sortiment hat.

So ist auch die neue Plattform von Idee+Spiel konzipiert. Seit einigen Tagen ist die Verbundgruppe für Spielwarenhändler mit ihrem Marktplatz am Netz, mittlerweile sind 25.000 Artikel online. Wer etwa in der Artikelsuchmaske Lego eingibt und unter den zig Produkten sich für eines entscheidet, der bekommt Händler genannt, denen im Falle einer Order die Bestellung zugeschrieben wird, und die dann jeweils auch für die Auslieferung zuständig sind. Bestenfalls ein Geschäft in der Region des Kunden.

Billiger als Amazon

"Im Gegensatz zu vielen Großkonzernen hat unser Marktplatz ein persönliches Gesicht", sagen Andreas Schäfer und Jochen Martens, die Geschäftsführer der Verbundgruppe. "Wir legen auch online viel Wert auf die Kompetenz unserer Fachhändler."

Mit Großkonzernen dürfte man den Marktplatz von Amazon meinen. Hier beträgt die monatliche Grundgebühr für Händler 39 Euro, zudem fällt eine Verkaufsgebühr von bis zu 15 Prozent an, je nach Produktgruppe. Der Marktplatz von Idee+Spiel soll dem Vernehmen nach wesentlich günstiger sein.